von königspudeln und anderen

Samstag, 26. Dezember 2009

into my arms

Wenn der Keinanstandwauwau dem Herrn Besitzer entfleucht und schnurstracks zwei Kilometer durch die Stadt läuft, bis vor die Tür der Hundetante, die jedoch nicht zugegen, weil hundsuchend ist, und sich also in seiner Panik hinter dem Supermarktmüllcontainer versteckt, bis moniquescher Spürsinn - "Vielleicht ist sie ja zu mir gelaufen?" - dieselbe wieder heimwärts führt, begleitet von schlimmen Gedanken, die alle mit Autos zu tun haben, und wenn dann das Renntier hinter dem Container hervor lugt, die Vertraute erkennt, losstürmt, als sei der Teufel höchstpersönlich hinter ihm hergewesen, der Sitterin in die Arme springt und keucht und zittert, doch wedelt und hüpft vor Freude, dann kann es selbst einer hartgesottenen Hundekindergärtnerin passieren, dass der Wasserdruck im Auge für drei Sekunden ungewöhnlich hoch ansteigt.

Doch wenn der Anruf kommt, die Hermann läge in der Tierklinik, im Lauf von einem Ast gepfählt, dem Tod um ein paar Millimeter entronnen, wahrscheinlich, dann gestehe ich ganz offen: Ja, ich heule wegen Hunden und höre schrecklich sentimental machende Musik, weil ich sonst nichts tun kann. Verdammt, was hoff ich, dass der nervige Drecksköter das überlebt!

Montag, 21. Dezember 2009

denkerstirn



Der Höllenhund ist, nach menschlichen Maßstäben gemessen, wohl der Klügste der drei Affen - aber, wie so viele Intellektuelle, sozial völlig unverträglich.

Mittwoch, 16. Dezember 2009

fury feiert

Herr Pferd hat Adoptionstag.
Vor einem Jahr kam er vom Regen in die Traufe begann seine Reise ins Glück.

Dieser Hund ist nicht einfach nur schön, nein, er ist auch ausgesprochen klug. Er beherrscht sowohl "Sitz", als auch "Pfote". Aufgrund der Komplexität dieser Dressurübungen kann aber auch der begabteste Hund manchmal etwas durcheinander bringen.

Der Herr Pferd ist sehr vielseitig. Er kann sich selbst ans Bein pinkeln, Tauben im Flug fangen, alte Damen mit einem einzigen Blick aus seinen güldenen, schielenden Krötentriefaugen bezirzen und hörig machen, Handtaschen plündern, 1 Meter 80 hoch springen, jaulen, fiepen, im spanischen Schritt durch die Wohnung stolzieren, das letzte Pfotenglied elegant abspreizen, dekorativ sein, 5 Kilo Trockenfutter auf einmal fressen, große Hunde anpöbeln und dann weinerlich kreischend flüchten, bei Katzenalarm auf den Hinterbeinen stehen, er kann Frauen mit wallenden Schals und interessanten Ohrbehängen ins Gesicht springen und er kann küssen, dass es eine wahre Freude ist. Mit Zunge. Und Mundgeruch.


Wieso schaut dieser Hund so fröhlich?

Wieso rülpst dieser Hund?

Wieso liegt hier überall weißer Staub?

Wieso hat dieser Hund eine seltsame weiße Kruste auf der Nase?

...

Oh! Wieso frisst dieser Hund ein Kilo Mehl?


(Ich mieselsüchtige Spaßbremse hab solcherlei haustierischen Heimvergnügungen jedoch einen Riegel vorgeschoben. Nach drei Mal Finger ordentlich anhauen, gewöhnt man sich recht rasch an verkehrt montierte Türschnallen.)



Der Herr Pferd ist nicht nur ein Charmeur, Heiratsschwindler, Meisterdieb und Tuntenhund, er ist auch der einzige beste Freund von Mörderbärbel, der Hundezonenplanierraupe, dem Holzfällerhemdenkampfhundberserker mit weichem Kern.




Jedesmal erneut herzerfrischend putzig mitanzusehen wie Dick&Doof die beiden im Flur, Schulter an Schulter, des Gassiganges harren und der Herr Pferd dabei die Knochenpeitsche derart enthusiastisch schwingt, dass die Nachbarin anfangs immer dachte, es würd´ an ihrer Tür klopfen. So freudig wedelt er sich und dem Bärbeltier ins Gesicht, dass beide die Augen zugekniffen halten müssen, des fortwährenden PatschPatschPatsches wegen.

Die höllische Helene, das noble Fräulein mit dem cholerischen Temperament, würd er dagegen gern wieder dorthin schicken, wo sie hergekommen ist.

"Tierheim!" gilt im Hause Huber jedoch als gefährliche Drohung, deren Anwendung einzig der Dompteuse zu Disziplinierungszwecken gestattet ist. Bei Verstößen gegen diese und andere Regelungen droht "Aussetzen auf der Autobahnraststation" oder "Gaumenkitzeln".

Jedenfalls, dies hier sei dem Herrn Pferd gewidmet. Katzenvideos würden ihn zu sehr aufregen.


Freitag, 11. Dezember 2009

zoo-nose

Mittwoch, 9. Dezember 2009

pausenfüller

Dienstag, 8. Dezember 2009

zehenzwischenräume

Monique macht Tierversuche.



Und nutzt die Pinkelpausen der Models dafür, insbesondere dem Herrn Pferd was vorzusingen.


(Erwähnte ich es bereits? - Haustiere können ihren Geisteszustand gefährden!)

Freitag, 4. Dezember 2009

little red riding hood

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Der Wolf im Mädchenmantel.



Ich hatte ja befürchtet, dass dies immer mehr zum Ein Herz für Tiere Weblog verkommt. Ich hab nur äußerst ungern recht, denn meine Rechthaberei äußert sich eigentlich immer nur in der Realisierung der schlimmstmöglichen Horrorszenarien, deshalb werde werde ich mich auch hüten, die Vorurteile preiszugeben, die ich alleinstehenden Frauen mit Hunden gegenüber hege. Mir schwant nämlich Übles.

Oh, und apropos Rotkäppchen, da fällt mir ein, in den Blogarchiven vergammelt ja märdchenhaftes, thematisch ganz vortrefflich passend und in gewohnt interessanter Rechtschreibung.

Teil 1, Teil 2

Dieser Hund sieht übrigens auch im knappen Boxershorts hinreissend aus und im pinken Tutu erst... Ich denke, das Funkeln in seinen Glubschaugen, das auf Anhieb signalisierte "Ich steh auf Pailletten" war ausschlaggebend für die Inbesitznahme.

Ich stell mir den Monsieur Cheval ja immer als alternden Travestiestar vor, der nach dem Auftritt hinter der Bühne hauchdünne Zigaretten raucht, nervös, aber mit diesem elegant affektierten Handgelenksknick.

Zwischenzeitlich beklagt er sich über die sinkenden Publikumszahlen und tröstet sich mit Canapés vom Silberimitattablett über den nachlassenden Erfolg und sein stetig steigendes Alter hinweg.

Sobald der Kummer in den ersten beiden, hastig geleerten Flaschen Schampus ertränkt hat, rülpst er männlich und greift zum Pillendöschen in der Abendtasche, in dem er seine Beruhigungtabletten bunkert, denn nach dem er das After-Show-Buffet leergefressen und keiner der Bühnenarbeiter ihm dabei auch nur einmal an den Arsch gefasst hat, was in den guten alten Zeiten undenkbar gewesen wär, neigt er zu nostalgischen Gefühlsausbrüchen und Hysterie.

Meist muss ihn dann der Portier bis vor die Tür seiner schäbigen Ein-Zimmerwohnung begleiten, denn er weigert sich, mit dem Taxi zu fahren, seit ihn ein adretter junger Taxilenker weder erkannte, noch seine Annäherungsversuche erwiderte. Womöglich ist er aber auch einfach zu pleite.


Aus der Kategorie: Haustiere machen total meschugge

Donnerstag, 3. Dezember 2009

moon walk

Ich hätte es heute morgen bereits erahnen können, als mich der Blick in den Spiegel gemahnte, diese wilden Zusammenwüchse oberhalb der Nasenwurzel auszurupfen, die mich aussehen ließen, wie Frida Kahlo in behaart, doch konzentriert auf die kosmetische Wiederherstellung eines hundezonentauglichen Antlitzes, um nicht Gefahr zu laufen, versehentlich von fremden Menschen getätschelt oder gefüttert zu werden, war ich zu solch geistig herausfordernder Kombinationsgabe nicht fähig.

Den Radfahrer, der den baulich vom Radfahrweg getrennten Gehweg so behende benutzte, dass er um Haaresbreite des Herrn Pferds Pfoten geplättet hätte, wiewohl dieser Köter körpermaßgeblich weit jenseits der Knöchelhöhe rangiert und zudem in schillerndes Signalrot gekleidet war, was ausnahmsweise nicht meinem Sinn für sinnfreies Amusement entsprang, sondern schlicht der Erwärmung des klapperdürren Schlottertieres diente, hätte ich Ahnungslose glatt unter allgemein verbreiterer Vertrottelung eingeordnet, genau wie die fünf anderen Geisteskoryphäen, deren Wege ausgerechnet die meinen waren, doch ich hatte mir selbst gelobt, mich in Aufregungslosigkeit zu üben - Mitmenschen können ihre Gesundheit gefährden - nicht, dass mich noch ein Tobsuchtsanfall dahinrafft, so berechtigt der auch sein mag.

Die ernsten Nervenkrisen bereits überstanden, auf dem verfrühten Rückmarsch befindlich, brauste mir dann bei halber Flußüberquerung noch mitten auf dem Fußweg, welcher eine der größten donauüberspannenden Brücken dieser Stadt gangbar macht, ein familienvollbeladener PKW entgegen, da erst dämmerte es mir endlich: Ist demnächst irgendwann mal Vollmond?

Ich hab`s ja ganz und gar nicht mit Hokuspokus, doch dass ich an einem solchen Tag eine öffentliche Hundezone betreten habe, grenzt an Wahnsinn.

Ich schwöre auf Mörderbärbels Lieblingskauknochen, wir standen heut nur daneben, völlig verdattert ob der Geschehnisse, als sich Mensch und Tier in die Haare kriegten und sechs mittlere bis schwere Zerfleischensfälle, nur einer davon hundbedingt, uns binnen 20 Minuten in die Flucht schlugen. Heut habe ich erstmalig die Inexistenz eines Valium-Lieferservices wirklich bedauert.

Hundeauslauf ist jeden Tag Krisengebiet, aber Hundezone rund um Vollmond, das ist Krieg!

Samstag, 14. November 2009

familienausflug

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Montag, 9. November 2009

jogging high

Man übt sich als Mehrhundhalter in Rücksichtnahme auf die Mitmenschheit, kratzt Exkremente vom Boden, lässt die Viecher nur in bestimmten Gebieten von der Leine, stattet sie dabei mit Gesichtsgefängnis aus, weil der eine klaut wie ein Rabe und der andere aussieht, als würd er kleine Kinder fressen, der dritte zwar niedlich und harmlos wirkt, aber andere Hunde mittlerweile lieber zwickt, bevor er selbst schon wieder gebissen wird und weil, ja weil es da noch diese Vorschrift gibt, an die sich ansonsten keiner hält. Aber man hat bereits anderweitig unliebsame Erfahrung mit Versicherungsausfall gemacht und geht nun gern recht gesetzeskonform.

Hund darf offiziell nur mit Beißkorb frei laufen - Hund mit Beißkorb gilt in der öffentlichen Wahrnehmung jedoch als gefährlich - Hundebesitzer haben also Angst um ihren maulfreien Hund - ein steter Quell unschöner Streitereien, zumal ein jeder Hundehalter dazu neigt, sein eigenes Getier über alles andere zu stellen. ähm...

Schlimmer jedoch als die Hutschi-Gutschi-armes-Hundi-vor-allem-Unbill-bewahren-und am-besten-in-Watte-packen-Fraktion, sind diese elenden, phobischen Jogger.

Da trippelt also mal wieder einer dieser Spezies den, als Hundeauslaufgebiet stadtbekannten, Treppelweg entlang, duster ist`s bereits und der Herr keucht und zappelt, dass es dem Mörderbärbelchen ganz anders wird. Denn fastfinstre Nacht und Mann mit schiefem Schritt und heftigem Atem, das kann nichts Gutes bedeuten. Da kriegt sie Angst, die Beddi. Man will also, vom plötzlichen Auftauchen des Joggers selbst ein wenig überrumpelt, das irritiert bellende Hundsviech zurückrufen, schließlich hat nicht ein jeder Freude an hündischem Viehzeug, das weiß und respektiert man, jedoch, zu spät!

In bester KungFuFighting Manier für Grobmotoriker hopst das Hampelmännchen auf und ab, dass das Mörderbärbeltier sich zum Spiel aufgefordert wähnt und sich neugierig, wenngleich vorsichtshalber grummelnd, dem Zappelphilipp weiter nähert, der Handkantenschläge in der Luft vollführt.

Böses ahnend, greift man in die Hundehaltertrickkiste - abrufen ist an dieser Stelle hoffnungslos, zu fasziniert ist das Tier von dem seltsamen Gehüpfe - "Fräulein, halt die Klappe, der will nicht mit dir spielen. Beweg deinen Hintern und geh weiter" Nicht, dass der Hund die geringste Ahnung hätte, was ich ihm da anweise, diese Befehlsvariante dient einzig der Deeskalation. Mit einem gefährlichen Hund spricht man nicht so. Psychologie. Klappt oft, aber nicht immer.

"Sie hat sich erschreckt. Sie will ihnen nicht wehtun. Sie trägt einen BEISSKORB!" ruf ich noch und dann, dann tritt der Mann mit voller Wucht dem Tier in den Bauch, dass es erstmal einen Meter zur Seite fliegt und sich hernach völlig perplex trollt.

Über den weiteren Hergang kann ich Ihnen nichts genaues mehr berichten. Ich erinnere mich undeutlich an ein Handgemenge, an wüstes Geschrei meinerseits, einen Sturz ins Gebüsch, einen liegenden Jogger, einen Jackenärmel im Mund und wenn ich mir nun meine geschwollene Lippe ansehe, so muss ich annehmen, dass ich ziemlich fest zugebissen habe.

Sollte in nächster Zeit Maulkorbpflicht auch für Hundebesitzer angeregt werden, nun, dann wissen Sie jetzt, wer Schuld daran trägt...

privataudienz

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der pöbel unter sich

arme hermann, armes herrchen,...
arme hermann, armes herrchen, arme genossin, arme hundekindergartentante,...
kelef - 27. Dez, 16:09
lassie
ist der grund, warum ich keine collies mag. ob hermann...
MoniqueChantalHuber - 27. Dez, 12:41
dann treffen wir uns
sicher mal am postamt.
MoniqueChantalHuber - 27. Dez, 12:13
aha nördlich! mehr...
aha nördlich! mehr als ein hund war mir schon...
la-mamma - 27. Dez, 10:01
»Lassie kehrt zurück«...
»Lassie kehrt zurück« .. immer wieder...
nömix - 27. Dez, 06:51
»Lassie kehrt zurück«...
»Lassie kehrt zurück« .. immer wieder...
nömix - 27. Dez, 06:51
Mehr
als sechs Stunden wartete Hannelore S. bereits auf...
pathologe - 27. Dez, 06:26
ich hoffe
sie können sich gar nicht vorstellen, wie nackt...
MoniqueChantalHuber - 27. Dez, 01:14
Ich kann es Ihnen wirklich...
Ich kann es Ihnen wirklich nachfühlen. Haben Sie...
june - 27. Dez, 01:08
ach, frau june
in wahrheit hab ich früher ausschließlich...
MoniqueChantalHuber - 27. Dez, 01:02

kundmachung

dieser weblog basiert im wesentlichen auf texten, fotos sowie illustrationen von MoniqueChantalHuber und alter egos. moralisch inakzeptable wortmeldungen, sofern sie nicht der feder ihrer majestät entspringen, werden mitsamt verfasser an den pranger gestellt, gevierteilt oder am scheiterhaufen verbrannt. die zensurgewalt von MCH bezieht sich jedoch bedauerlicherweise nur auf ungehörige kommentare innerhalb ihres hoheitsgebietes. und legasthenie ist lediglich ein schönheitsfehler.

korrespondenz

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Zuletzt aktualisiert: 27. Dez, 16:09

lookin´ for a prince, horse or castle?