von königspudeln und anderen

Samstag, 14. November 2009

familienausflug

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Montag, 9. November 2009

jogging high

Man übt sich als Mehrhundhalter in Rücksichtnahme auf die Mitmenschheit, kratzt Exkremente vom Boden, lässt die Viecher nur in bestimmten Gebieten von der Leine, stattet sie dabei mit Gesichtsgefängnis aus, weil der eine klaut wie ein Rabe und der andere aussieht, als würd er kleine Kinder fressen, der dritte zwar niedlich und harmlos wirkt, aber andere Hunde mittlerweile lieber zwickt, bevor er selbst schon wieder gebissen wird und weil, ja weil es da noch diese Vorschrift gibt, an die sich ansonsten keiner hält. Aber man hat bereits anderweitig unliebsame Erfahrung mit Versicherungsausfall gemacht und geht nun gern recht gesetzeskonform.

Hund darf offiziell nur mit Beißkorb frei laufen - Hund mit Beißkorb gilt in der öffentlichen Wahrnehmung jedoch als gefährlich - Hundebesitzer haben also Angst um ihren maulfreien Hund - ein steter Quell unschöner Streitereien, zumal ein jeder Hundehalter dazu neigt, sein eigenes Getier über alles andere zu stellen. ähm...

Schlimmer jedoch als die Hutschi-Gutschi-armes-Hundi-vor-allem-Unbill-bewahren-und am-besten-in-Watte-packen-Fraktion, sind diese elenden, phobischen Jogger.

Da trippelt also mal wieder einer dieser Spezies den, als Hundeauslaufgebiet stadtbekannten, Treppelweg entlang, duster ist`s bereits und der Herr keucht und zappelt, dass es dem Mörderbärbelchen ganz anders wird. Denn fastfinstre Nacht und Mann mit schiefem Schritt und heftigem Atem, das kann nichts Gutes bedeuten. Da kriegt sie Angst, die Beddi. Man will also, vom plötzlichen Auftauchen des Joggers selbst ein wenig überrumpelt, das irritiert bellende Hundsviech zurückrufen, schließlich hat nicht ein jeder Freude an hündischem Viehzeug, das weiß und respektiert man, jedoch, zu spät!

In bester KungFuFighting Manier für Grobmotoriker hopst das Hampelmännchen auf und ab, dass das Mörderbärbeltier sich zum Spiel aufgefordert wähnt und sich neugierig, wenngleich vorsichtshalber grummelnd, dem Zappelphilipp weiter nähert, der Handkantenschläge in der Luft vollführt.

Böses ahnend, greift man in die Hundehaltertrickkiste - abrufen ist an dieser Stelle hoffnungslos, zu fasziniert ist das Tier von dem seltsamen Gehüpfe - "Fräulein, halt die Klappe, der will nicht mit dir spielen. Beweg deinen Hintern und geh weiter" Nicht, dass der Hund die geringste Ahnung hätte, was ich ihm da anweise, diese Befehlsvariante dient einzig der Deeskalation. Mit einem gefährlichen Hund spricht man nicht so. Psychologie. Klappt oft, aber nicht immer.

"Sie hat sich erschreckt. Sie will ihnen nicht wehtun. Sie trägt einen BEISSKORB!" ruf ich noch und dann, dann tritt der Mann mit voller Wucht dem Tier in den Bauch, dass es erstmal einen Meter zur Seite fliegt und sich hernach völlig perplex trollt.

Über den weiteren Hergang kann ich Ihnen nichts genaues mehr berichten. Ich erinnere mich undeutlich an ein Handgemenge, an wüstes Geschrei meinerseits, einen Sturz ins Gebüsch, einen liegenden Jogger, einen Jackenärmel im Mund und wenn ich mir nun meine geschwollene Lippe ansehe, so muss ich annehmen, dass ich ziemlich fest zugebissen habe.

Sollte in nächster Zeit Maulkorbpflicht auch für Hundebesitzer angeregt werden, nun, dann wissen Sie jetzt, wer Schuld daran trägt...

Samstag, 31. Oktober 2009

affenliebe

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Donnerstag, 22. Oktober 2009

them dogs too fast to shoot

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(aus der serie "the incredible herr pferd gang"- die da besteht aus: herr pferd, helene from hell, dele-bele, hermann and the dicke mörderbärbe)l

Dienstag, 2. Juni 2009

campingstühle

Fred, der Tomate, der eifrig am Fenstersims knospt und Basil Basilikum zeugen untrüglich von meiner neu aufgekeimten Kleingärtnergesinnung, zurück zu den Wurzeln also. Dabei war ich kürzlich noch der Ansicht, der ideale Garten bestünde rein aus Beton, das elende Grünzeug wollt ich nicht in meiner Nähe.

Den wirklich wahrhaftigen Zugang zur Natur, den direkten und unmittelbaren, beschert mir jedoch nicht so sehr die Fenstergärtnerei, sondern ein jeder Donauinselgang mit der Meute.

Die Natur behübscht sich gerne mit allerhand Blüh- und Blattwerk, mit Laub und Knospen in jeder nur erdenklichen Farbe, doch unter all der Zierart verbirgt die Natur geschickt ihr wahres Gesicht - nichts als Fäulnis, Moder und Exkremente.

Ein jeder Tritt hinaus von der zivilisierten Asphaltstraße birgt das Risiko in Hundehaufen zu treten, die sich unter harmlos duftenden Blütenständen und sich im Winde wiegenden Gräsern verbergen. Der Mäuseschiss, die Eichhörnchenkötel, die Katzenkacke die allenthalben das Erdreich düngen, sind bei weitem nicht ein solches Ärgernis, wie der schuhhaftende Hundekot.

"Nimm ein Sackerl für mein Gackerl" halt ich ausnahmsweise mal für eine sinnvolle Bürgerinitiative und weil mir die Hundescheiße, die auf jeder nur denkbaren Grünfläche der Kompostierung oder eines Fehltritts harrt, ein Graus ist, verpack ich das, was meine Hunde hinterrücks verlässt, stets sorgsam in kleinen, graue Beuteln, um hernach den nächsten Mistkübel aufzusuchen und mich der Futtermittelendprodukte gesetzeskonform zu entledigen.

In dem Punkt bin ich ein Korinthenkacker, der auch alte Damen mit Rollmops rügt, denn genau die sind es, die, unter Berufung auf die Bandscheiben, den Krieg, die Ausländer, ihre Hundsviecher die Wiesen vor dem Gemeindebau zuscheißen lassen, dass einem im Sommer bis in den dritten Stock hinauf der Fäkaliendunst durch die geöffnete Balkontür weht.

Wer nun aber glaubt, der unkontrollierte Stuhlgang des Stadthundes sei das einzige parkdurchseuchende, wiesenverschandelnde, gebüschverminende Problem, der hat sich noch nie eingehender mit den Defäkiergewohnheiten der Menschheit beschäftigt.

Dem Hundlosen fällt die Differenzierung der Häufchenherkunft mitunter schwer, der Hundhaltende dagegen vermag den Verursacher des Enddarmauswurfs eindeutig zuzuordnen.

Es ist ja der Hund nicht ganz zu Unrecht in manchen Kulturkreisen als unrein verpönt, bezieht er doch größte Gaumenfreude aus dem Verzehr menschlicher Hinterlassenschaften der verstoffwechselten Art, wohingegen innerartliche Ausscheidung einzig der nasalen und territorialen Kommunikation dient und nicht gefressen wird.

In den Parks der Innenstadt türmt sich Touristenscheiße im Gestrüpp, im 16. verrottet Scheiße mit Migrationshintergrund hinter Büschen, auf unbeleuchteten Parkplätzen, auf Spielplätzen, die idyllischen Pappelhaine der Donauinsel sind von Radfahrern zugeschissen, von Skatern, vom Partyvolk, von Spaziergängern, picknickenden Pärchen, grillenden Großfamilien.

Woher ich das so bestimmt weiß?

Der zufrieden schmatzende Hund kehrt mit Taschentüchern aus dem Unterholz zurück, mit Klopapier, mit Damenunterhosen, mit Boxershorts und Kinderhöschen, besudelt allesamt.

Und während ich brav die Hundehaufen einsammle, läuft die lefzenleckende Hundebande von Leckerbissen zu Leckerbissen, den Bauch bis zum Bersten gefüllt mit stinkenden Exkrementen, die an den Zähnen kleben bleiben wie zartschmelzende Schokolade.

Der Rädelsführer schafft es regelmäßig sich körperwärts zu bekleckern, mit einer solchen Hingabe widmet er sich dem allgegenwärtigen Genuß.

Und wer sich beschwert, ich hätte heute einen Hund in die Donau geworfen, dem sei gesagt, der Köter hatte Menschenscheiße im Fell, bis tief hinein ins Faltohr.

Freitag, 29. Mai 2009

die schöne und das biest

sleeping-beauties

Montag, 9. März 2009

ein hund kam in die küche

raucherkammerlproductions präsentieren das tierfilmdebut "betty at work".
starring: mörderbärbel und die dicke köchin



kamera, schnitt: monique chantal huber
musik: einstürzende neubauten "arbeit"

Mittwoch, 25. Februar 2009

so kam der mensch auf den hund teil II

Zum besseren Verständnis in welch misslicher Lage ich mich befinde, seit ich hauptberufliche Hundeanimateurin bin, folgt nun erstmal ein Exkurs über die dicke Berta.


Eigentlich heißt die dicke Berta ja Betty, aber sie scheint diesbezüglich sehr flexibel und hört auch auf „Beddüüüü“, „Mörderbärbel“ oder „Schlitzaugenstinktier“, vermutlich würde sie sogar auf „Horst“ oder gar „Autobahn“ reagieren, Hauptsache Aufmerksamkeit – was die dicke Berta betrifft, gilt ein Grundsatz ganz besonders : „Schau niemals einem Hund direkt in die Augen!“ - der könnte das nämlich als Interessensbekundung interpretieren und die erhoffte Zuwendung sozusagen augenblicklich und vorauseilend mit einer halb gesprungenen, halb gerempelten Liebesattacke beantworten.

Erwähnte ich es bereits? - die Berta ist ein mannstolles Luder! (Von mir hat sie das definitiv nicht!).

All meine emanzipatorischen Ermahnungen haben nicht gefruchtet – kurzfristig glaubte ich, sie hätte was dazugelernt, als sie in einer pubertären Phase all ihre Zerstörungsenergie auschließlich auf Bh`s und Handtaschen lenkte, aber nein, die Töle legt sich noch immer vor ihren auserwählten Menschenmännern auf den Rücken, reckt alle Viere von sich und grunzt erwartungsfroh.

Sie hat bei ihrer Wahl allerdings nie sonderlich viel Geschmack bewiesen (anfangs dachte ich noch, wie praktisch, ich könnt sie auf meinen favorisierten Typus Mann ansetzen, aber die dumme dicke Berta schmeisst sich bevorzugt vor Müllmännern und Tattergreisen auf den Boden.)

Ein Gutes jedoch hat des Fräuleins peinliches Betragen, sobald es Testosteron schnuppert: der Herr Teilzeitgefährte (meine Wahl, die Berta hätt´wahrscheinlich den Postboten genommen), der fand die Berta anfangs unheimlich unheimlich, doch als er sie zum ersten Mal wohlig grunzen hörte, da war`s um ihn geschehen - Allem Anschein nach lösen Weibchen, die sich röchelnd am Boden wälzen, im männlichen Gehirn sowas wie Besitzerstolz aus. Auf diesen Punkt möchte ich jedoch nicht weiter eingehen.

Die dicke Berta ist von rustikalem Gemüt, böse Zungen behaupten, wär sie ein Mensch, dann mehr Prolet. Ich habe schon früh versucht, dem entgegenzuwirken, doch sie hat sich stets geweigert, selbst bei grimmiger Kälte, den schwarzen Welpenrollkragenpullover zu tragen (mir schwebte vor „Jean Paul Satre“ in roten Lettern draufsticken zu lassen, um uns von den „Tut nix“ und „Security“Emblemen anderer Hundegeschirrträger abzugrenzen und den Randgruppenhund auch in studentischen Kreisen salonfähig zu machen, aber ich gestehe, zu dem Zeitpunkt befand ich mich grad in einer postpubertären existentialistischen Phase) und wirkt insgesamt nicht sehr intellektuell - sie hat in ihrem jungen Leben schon Heizkörper, Thermostate, Bettpfosten, Einbauschränke, Autositze, Hundeleinen, Verlängerungskabel, Pappkartons, Socken, Haarbürsten und Bettwäsche angeknabbert, jedoch kein einziges Buch.

Dennoch hat sogar die dicke Berta ein kleinwenig Sinn für Feinsinn. Jedes Blümchen am Wegesrand versetzt sie in schiere Verzückung, Blumenläden sind für sie ein wahres Paradies.

Die Berta ist in sogenannter Mampfhund und frisst alles, bevorzugt natürlich was so auf der Straße rumliegt. Allerdings ist mit der Berta nicht gut Kirschen essen, sie mag Äpfel lieber. Kinder hat sie - zur allgemeinen Verwunderung - noch keine gefressen, auch ich selbst bin noch immer im Besitz eines vollständig unversehrten Körpers, obwohl Besserwissende mir anderes prophezeit haben – ich vermute allerdings insgeheim, dass es sich bei ihrer Angewohnheit Menschen abzulecken, um eine Art der Vorverdauung handeln könnte.

Ich bin mir im Klaren darüber, dass die Berta eine ständige Bedrohung für Leib und Leben darstellt, in ihr schlummert das Böse (ca. 15 Stunden täglich).

Ihr Methoden sind perfide. Ich entsinne mich eines Abends, an dem eine Giftgaswolke aus Hinterleib der Bestie fuhr und ein todbringender Fäulnisgestank durch die Räume waberte. Mit letzter Kraft konnte ich mich ans Fenster retten und überlebte den Anschlag relativ unbeschadet.

Menschen mit Straßendreckallergie und allen Lebensfreudephobikern ist der Umgang mit der dicken Berta eine reine Qual. In den vergangenen Monaten hat sie jedoch ihre Angriffststrategie verfeinert (bis vor einiger Zeit war nach einer direkten Begegnung mit Berta die Fortpflanzungsfähigkeit männlicher Menschenwesen nicht mehr unbedingt gewährleistet), und kämpft nunmehr mit den Waffen eines Weibchens – dem „Schlitzaugencharmeblick“und zeitweilig dem bereits angesprochenen „Wohllüstig zu Boden werfen“

Außerdem ist die Berta ein Bärenbeisser, ich habe gesehen was sie mit ihren Opfern anstellt – Knopfaugen abreissen, Eingeweide langsam aus dem Körper schälen, Pinguin war nach 2 Tagen ebenfalls kaputt.

Was hat meine Mutter geheult, als ich und die Berta zum ersten Mal zu Besuch kamen. Sie hatte ja sehr viel über diese Hunderasse gelesen, hauptsächlich in bestimmten Qualitätszeitungen, instinktiv hat sie gleich erkannt, aus diesem Welpen wird einmal ein Monster. Wie verschlagen und bösartig der über die Wiese hopst! Wie niederträchtig und brutal der schläft! Wie hinterhältig und gemein der mit dem Schwanz wedelt!

Ich muss mir heute eingestehen, sie hatte absolut recht – die Berta ist ein gefährlicher Hund, sie hat mich zu etwas gemacht, dass ich keinesfalls jemals werden wollte - zu einer Quietschefrau.

Ich war nie ein Quietschtyp, ich hielt mich stimmlich nicht für geeignet zu quieken oder sonstige schrille Laute von mir zu geben, aber, was soll ich sagen - Ja, auch ich quieke!

Mein Wortschatz hat sich drastisch reduziert, hauptsächlich auf Worte, die ich in den hundefreien Jahren niemals freiwillig in den Mund genommen hätte, ohne an meinem Verstand zu zweifeln. Die Fähigkeit komplexe Sätze zu bilden, ist mir vollständig abhanden gekommen. Meine Hauptsätze lauten nunmehr : „Wo is die Bedddiiiiiiiiiiiii?“ und „So is sie feeiiiiiiiiiiin!“, beides gequiekt vertsteht sich.

Ich bin auf dem Kommunikationsniveau eines Meerschweinchens angelangt und fühl mich erstaunlich gut dabei, denn die Bedddiiiiiiiiiiiiii, die hat das Gegurre gern, und freut sich die Bedddiiiiiiiiiiiiii, dann freut sich der Mensch.

Montag, 23. Februar 2009

so kam der mensch auf den hund teil I

Alles Leugnen und Verdrängen hat ja doch keinen Sinn.
Sie befinden sich hier auf einem Hundehalterweblog.

Als hundefreundliche Existenz liegt es in meiner Natur, mein Umfeld mit Geschichten von den lieben Kleinen zu beglücken und selbst von tierischen Ausscheidungsprozessen mit einem Höchstmaß an euphorischem Besitzerstolz zu berichten...

Auf dem Heimweg von der Münzwäscherei - rechts einen Sack mit Hundedecken um die Schulter gezurrt, der Arm blutleer und halb abgestorben, am Rücken den Armeerucksack mit noch mehr Hundedecken, links die beiden Hundsviecher, mal Baum anvisierend, mal halb unter parkenden Autos verschwunden, da mein ansonsten so geschultes Auge die Essenreste am Parkplatz übersehen hatte – war ich doch gerade höchst konzentriert damit beschäftigt, die Wäschemassen zwischen Hausmauer und geparktem Lieferwagen vorbeizumanövrieren, ohne dabei stecken zu bleiben oder vom Gewicht der nassen Decken zu Boden gerissen zu werden und dann käfergleich hilflos am Rücken zu strampeln, während mir womöglich die Hundetiere verblüfft ihre triefenden Nasen ins Gesicht hielten, ja, also auf diesem beschwerlichen Heimweg, da beschloss ich, es sei an der Zeit, die Welt an meinem Schicksal teilhaben zu lassen und von Freud und Leid einer alleinerziehenden Zweihundhalterin zu berichten:

Meine Lebensgefährtin zog bereits am dritten Tag nach unserem Kennenlernen bei mir ein, ich hatte mich vorher nie so fix an jemanden gebunden und war mir nicht immer sicher, ob ich all der Verantwortung, die eine solche Beziehung mit sich bringt, überhaupt gewachsen bin. Wir hätten unterschiedlicher nicht sein können, ich Ende zwanzig und sie 11 Wochen, ich ein unsteter Griesgram und sie ein hyperaktives Kleinkind, aber wir haben uns zusammengerauft und mögen uns mittlerweile noch mehr als damals vor rund eineinhalb Jahren.

Ich hielt Hundehalter noch nie für ganz dicht, und wenn ich so darüber nachdenke, wie ich mich verändert habe, seit die dicke Berta mich durch die Gegend schleift, dann wird mir klar – ich hatte vollkommen recht – total irre diese Hundeleute!

Die erste niederschmetternde Erkenntnis im Umgang mit der neuen Hausgenossin – ich hab nicht mal halb soviel Ahnung von Hunden, wie ich eigentlich immer dachte. Doch die dicke Berta erwies sich als sehr resistent in Bezug auf Anfängerfehler (oder Erziehung im Allgemeinen, die Frage ist bis heute noch nicht restlos geklärt) und ich war willens mich weiter zu entwickeln.

Erkenntnis Nummer zwei: Glaube nie, du seist gegen Kindchenschema und Mutterinstinkte gefeit!
Ein zufrieden grunzendes Hundebaby, selig an der Ersatzmutterbrust schlummernd, löst einen Endorphinschub aus, der vermutlich den Rest des Lebens anhält – sogar bei Menschen, die glauben, sie besäßen überhaupt keine Glückshormone.

Seither werf ich also im metaphorischen Sandkasten mit Schaufeln nach allen, die meinen Hund beleidigen, prügel mich am sinnbildlichen Hundezonenschulhof mit anderen Müttern, weil ich mein Baby ungerecht behandelt wähne und überhaupt ist ja die dicke Berta das tollste, schönste und klügste Hundewesen überhaupt, damit das mal klar ist.

Wann genau in mir der Wunsch nach Vermehrung aufkeimte, weiß ich gar nicht mehr, aber eines Tages, da wusst ich ganz genau, ich möchte noch einen weiteren Schmutzfinken um mich. Und als die Berta beinah auspubertiert war, da überkam mich der Zweithundewunsch ganz vehement, aber nochmal ein Kleinstlebewesen stuben- und straßenrein erziehen (auch wenn ich zu Glanzzeiten Hundegackerlsackerl binnen 5,2 Sekunden einhändig, auf der Rolltreppe fahrend, entfalten, praktisch gleichzeitig Hundeabfallproduke hygienisch einwandfrei paketieren und dabei das Tier noch krallenschonend gleichwie elegant über die letzte Stufe schubsen konnte) und an die Welt heranführen, dafür hätten meine nervliche Belastbarkeit nicht ausgereicht.

...

Samstag, 21. Februar 2009

hausmütterchenbloggen

hunde3
herr pferd, mörderbärbel

es wird nicht mehr lange dauern!
ich sehe mich bereits makrameeknoten knüpfen und zierdeckchen sticken.

dies hier verkommt zum weblog mit tierinhalt und haushaltstipps, wenn ich nicht verdammt aufpasse.

zwei wochen ohne die dreckigen köter. mein mütterlicher hormonaushalt ist völlig aus dem gleichgewicht. jeder sehnsüchtige gedanke an die schadnager wird begleitet von innbrünstigem ach und weh! des unheils deutlichster vorbote: den ansonsten sorgsam spartanisch nüchtern gehaltenen desktop verunziert ein hundehintergrundbild.

die vergluckung schreitet voran. dass ich unlängst höchstselbst und eigenhändig einen hundemantel nähte und mir, wenn das hantige handarbeitsfräulein aus dem verhassten weibchenheranbildenskursus davon wind bekäme, wohl späte rehabilitation zuteil werden würde, davon will ich lieber gar nicht erst berichten.

privataudienz

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der pöbel unter sich

ah!
dübeln und so. ich verstehe. ich wollt halt mal...
MoniqueChantalHuber - 26. Nov, 13:34
echt?
dabei wünsch ich mir immer slawische vorfahren....
MoniqueChantalHuber - 26. Nov, 13:32
was mir an Ihrem Idiom...
was mir an Ihrem Idiom gefällt ist, das es in...
textorama - 26. Nov, 10:30
Des einen Schuh ist des...
ah, ich meinte ja nicht sie seine Herr Myers, sondern...
textorama - 26. Nov, 10:28
und so toll unpraktisch
aber was macht man nicht alles für ein wenig selbstbelustigung? (herrj eh,...
MoniqueChantalHuber - 26. Nov, 00:01
nein
ich arbeite derzeit an meiner beisshemmung. stattdessen...
MoniqueChantalHuber - 25. Nov, 23:58
und? Haben sie den Postler...
und? Haben sie den Postler auch gebissen?
Judith123 - 25. Nov, 23:52
Heiße Reifen ...
... Kompliment, Frau Huberkönigin.
blogger.de:f2v2 - 25. Nov, 21:25
berichtigung
ähm... doch... einmal ganz garstig geschimpft...
MoniqueChantalHuber - 25. Nov, 18:12
schon beim herrn pestkrause
war ich mir nicht vollends sicher, wie das gemeint...
MoniqueChantalHuber - 25. Nov, 18:07

kundmachung

dieser weblog basiert im wesentlichen auf texten, fotos sowie illustrationen von MoniqueChantalHuber und alter egos. moralisch inakzeptable wortmeldungen, sofern sie nicht der feder ihrer majestät entspringen, werden mitsamt verfasser an den pranger gestellt, gevierteilt oder am scheiterhaufen verbrannt. die zensurgewalt von MCH bezieht sich jedoch bedauerlicherweise nur auf ungehörige kommentare innerhalb ihres hoheitsgebietes. und legasthenie ist lediglich ein schönheitsfehler.

korrespondenz

moniquechantalhuber yahoo.de

adel verpflichtet

Online seit 970 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 26. Nov, 13:34

lookin´ for a prince, horse or castle?