gefolgsleute

Samstag, 5. Dezember 2009

schnecken post

Monique übt dauernd irgendwas. Für einige Tage bis Wochen. Aktuell übt sie fotografieren.

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Es begab sich nämlich, dass die ungewöhnlichen cirka 5 Euro Plus am Konto dem huberschen Techniksupport zur Bredouillenbereinigung weitaus dienlicher waren, als dem chronisch bankrotten (Oha! Bank und Rotte in einem Wort vereint, ich könnt absichtlich gar keine so raffinierten Schimpfwörter erdenken) Fräulein selbst und man hilft schließlich, wenn man kann und nimmt auch nur die weniger wertvollen Gegenstände als Pfand an sich.

Da es sich vermutlich um eine beiderseitige Dauerleihgabe handelt, kann ich Sie in Hinkunft noch häufiger mit verwackelten Bildern und hübschen Schattengewächsen erfreuen. (Notiz ans ältere ego: irgendwann mal still halten üben.)

Doch der wahre Grund für das Motiv der Übungseinheit und den nachfolgenden Zuckerschock, war aber weder mein fragwürdiges Finanzgebaren, noch der Tauschhandel, noch die Fadesse, sondern der Nussschneck. Weil man ja nicht nur die Toten betrauern, sondern auch die Lebenden feiern soll. Alles Gute!

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der tod ist ein dandy

Das erste Trauerjahr ist vorbei. Es werden noch weitere folgen.

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This was made to end all parties.

Sonntag, 1. November 2009

grabgesänge



nix mitnehmen zum familientreffen

Donnerstag, 8. Oktober 2009

sätze, die man leider nie gesagt hat

"Es ist ja leider die medizinische Forschung noch nicht so weit voran gediehen, aber wenn, dann würd` ich Dir ein Charakterimplantat empfehlen."

Donnerstag, 14. Mai 2009

lendenbekanntschaft

Man sitzt zu später Stunde, theatralisch versorgt und noch ganz erfurchtsstarr, weil man beinah den K.M. Brandauer umgerannt hätte, bei Tee und Bier und eh man sich`s versieht, findet man seine Gesprächsinhalte im virtuellen Weltennetz zitiert.
Ich hege seither Hoffnung, dass in ferner Zukunft jemandes Tageshöhepunkt darin besteht, sich zu brüsten: "Ich wär heut fast auf die M.C.Huber draufgetreten.", jetzt, wo ich praktisch zu den semi-anonymen Webloggrößen gehöre.

Freitag, 6. März 2009

ed erklärt negermusik

weblog ohne RAS hat eine menge an unterhaltungswert eingebüßt. hasenschwarte, Sie fehlen mir!



nicht, dass ich vorhabe, hier ein ellen-adorationsweblog einzurichten...

aber manchmal überwältigt mich doch dieses sentimentale vermissen. und wo könnt ich besser trauerbewältigung und erinnerungsarbeit betreiben, als hier im virtuellen raum, ihrer hauptwirkungsstätte.

Freitag, 13. Februar 2009

tod eines freien radikals

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photographie: ed herself

ach, gänseklein!

ich kann nicht behaupten, ich hätte es nicht gewusst.
ich kann nicht mal behaupten, ich hätte sie nicht ernstgenommen.


adoptieren wollt ich sie, so insgeheim und theoretisch, an meine mutterbrust drücken, doch an kindes statt hab ich letztlich doch nur den herrn pferd angenommen. päppeln hätt ich sie wollen und ein bisschen tätscheln, weil sie sich noch weniger zurechtfanden in der hundsgemeinen normalität als ich.

natürlich hab ich mich in zurückhaltung - letztlich rückzug - geübt und ihnen nichts vorgeflennt, wir waren doch um himmelswillen beide keine heulsusen und ich hätt ihnen keine alternative bieten können.

sie waren der system error in einer gesellschaft, die nicht ohne bausparvertrag, ohne sicherheiten leben kann.

aber wissense was? ich vermisse sie!
dass ich dramtischtheatralischgramgebeugt um sie geweint hab, mein gott, ich hab halt in letzter zeit so meine schwachen momente.

ich bedauere ihre entscheidung sehr, trotzdem hätt ich ihnen, selbst wenn ich genauer gewusst hätte, wann sie dem allen hier ein ende setzen, die wahl gelassen. sie in anstaltsverwahrung, na, das wär ein spaß für sie gewesen!

einen manufaktumkatalog hätt ich ihnen noch gern geschickt oder ein 5 liter fass ottakringer, aber ich war zu beschäftigt mit dem eigenen abstieg.

ich glaub nicht an so schnulzenschmarrn, dass wir uns irgendwann wiedersehen oder humbug in der art. nein, sie sind weg. aus. vorbei. tot. scheiße!

aber ich würd ihnen gern liebevoll eine ins maul hauen und sie durchschütteln, bis ihr kopf wieder in ordnung ist. weil`s schad um sie is. weil ich es nicht wahrhaben will.

vielleicht haben sie nun erreicht, was sie wollten, sie künstler, sie.

ich hoffe, sie sind nicht so traurig verreckt, wie ich mir das ausmale, nicht so einsam in ihrer kalten wohnung, ich hoffe, sie haben sich wenigstens einen bunten abgang leisten können.

nun sind sie statistik, eine harz4-aktenleiche mehr, aber für mich sind sie der mit abstand wahnwitzigbesonderste mensch, der mir je begegnete und ich hoffe, sie haben gewusst, dass ich sie auf meine kleine, emotionsreduzierte art und weise wirklich verehrt hab.


sie hinterlassen eine trauernde hardcoretransenhelga
keine kinder - es wär ein ellen geworden
eine mörderbärbel
und einen betroffenen windhundmann

Freitag, 29. Februar 2008

juhui!

mein innig verehrtes eheweib in spe, die käsige, asthmatische ostasthenikerin traut sich aus ihrem zugemüllten unterschlupf, nur um mich und adoptivhund mörderbärbel zu besuchen.


hochzeitsbillet

leidensbericht folgt.

Sonntag, 30. Dezember 2007

a mind odyssey

da sitzt man selbstmitleidigzufrieden, abgehoben in einer anderen dimension, allein mit sich und seinem egozentrischen weltbild. störsignale, funksprüche irdischer, mit mehr bodenhaftung, durchdringen dennoch die nebelwand, die das abgekapselte bewusstsein abschirmt. in fremden zungen sprechen sie. kommen alle in friedlicher, freundschaftsheischender absicht und suchen kontakt der anderen art. Ω ist zwecklos! soviel zum thema naherholungsgebiet innere einkehr.

und nun - musik.


beastie boys, intergalactic

Sonntag, 30. September 2007

intersex

ein gedankenexperiment zur einstimmung: man stelle sich vor in einer einträchtig beim fernsehsport beisammen sitzenden männerrunde ganz beiläufig das wort "KASTRATION" fallen zu lassen. es existiert wohl kaum ein andere vokabel von derartiger psychosomatischer durschlagkraft. selbst dem gestandenen mannsbild wird davon zumindest ein bisschen blass um die nase.

versuchen sie nun umgekehrt an einem beliebten frauentreffpunkt, tupperwareparty z.b., vermittels eines einzigen wortes negative assoziationen und gequältes zusammenzucken auszulösen. der terminus der wahl: "HYSTEREKTOMIE". sie werden unverständige blicke ernten, doch ansonsten keine weitere reaktion. sofern sie einer akademischen tupper-runde beiwohnen, können sie noch einen weiteren versuch unternehmen, weibliche reflexe zu testen. der begriff "GENITALVERSTÜMMELUNG" sollte wenigstens bei einem viertel der anwesenden eine deutliche äußerung des körperlichen unbehagens bewirken.


die hünenhafte frau mit dem gesicht eines jungen tunichtgut war mitten ins gespräch vertieft, als ich eintrat, und so lautete das erste wort, das ich aus ihrem munde vernahm: "umschnalldildo". ein reichlich kurioses szenario für ein in homoerotischen belangen völlig unbescholtenes landmädel wie mich. doch weil ich kuriositäten mag, mochte ich auch alex.

schülerinnen der sappho waren mir zuvor nur wenige begegnet.
(an meiner schule gab es eine einzige bekennende lesbe, immerhin eine mehr, als es bekennende schwule gab. die adoleszenz war zwar auch bei mir begleitet von knutschereien mit anderen jungen frauen, meinerseits eine reine notlösung, da ich ansonsten noch länger ungeküsst geblieben wäre, andererseits handelte es sich schlichtweg um gruppenzwang und vermeintliche hippness - mädchen küssten andere mädchen übrigens nur vor testosteronumnachtetem publikum.) alex war herrlich anders. kein small-talk über gesichtswässerchen und männer, keine tritratrallala-weiberpseudothemen.

aus der maskuline lesbe und der burschikosen hete, die an ihrer existenzberechtigung zweifelte (- mein damaliger freund hatte mich verlassen, weil ich im praxistest seinen vorstellungen von weiblichkeit doch nicht entsprach. eine frau hat lange haare zu haben und sich aufreizend zu kleiden. diese reduktion auf antrainierte primärreize, lässt mir zwar auch heute noch hin und wieder die galle aufsteigen, doch ignoriere ich mittlerweile frohgemut alle ratschlagenden, die danach trachten, meine - nach frauenzeitschriftenstandards bemessen - mangelnde weiblichkeit zu sanieren) wurden freunde.

alex berichtete aus ihrem leben. sie tat das mit einer bildhaften, gewalttätigen sprache, die mir bisweilen den atem raubte, gleichzeitig war sie sanft, empfindsam und unglaublich witzig. nein, verliebt habe ich mich nie in sie, aber sie wurde zu einem der wenigen menschen, die ich wirklich schätze.

schließlich kam der tag, an dem sie mir die wahrheit erzählte.

alex, die meiner kleinen hetero-welt - meiner zerissenheit zwischen biologie und selbstbestimmung - ein paar neue sichtweisen eröffnete, diese alex stand weitaus mehr zwischen den geschlechtern, als ich es jemals tat.

alex ist intersexuell - hermaphrodit - zwitter - für alle die`s gern ein bisschen drastisch haben. the voyeur in me is the voyeur in you.

eine laune der natur, eines von den kindern, die man sonst nur aus formalingefüllten einmachgläsern kennt, worin sie in der präparatenkammer für abnormitäten lagern. ein fleischgewordenes lehrbeispiel, ein genitales kalb mit drei köpfen, dem ärzteschaft und pflegepersonal zwischen die beine glotzt. ein mensch, der nicht in eine gesellschaft passt, die schon schwierigkeiten damit hat leute zu akzeptieren, die ihre sexualpartner nicht nach reproduktionsorientierten maßstäben wählen.

in zahlreichen lehrbüchern, gespickt mit dramatischen bildern (eine vielzahl davon bezeichnenderweise aus einer zeit, als man normabweichungen etwa am spiegelgrund endlagerte) findet sich, im zusammenhang mit intersexualität, auch heute noch oft der zusatz "schwachsinnig", "von geringer intelligenzleistung". nicht brauchbar zur vermehrung der rrrasse eben.

gerne werden die begriffe intersexualität und transgender verwechselt. alex aber hat sich nie im falschen körper gefühlt, man hat ihm den falschen körper gebaut. den jungen, der den tabellen und messwerten zufolge kein richtiger ist, kastriert und ihn zum mädchen gemacht, das nie eine frau sein wird. mechanisch voll funktionsfähig - für uneingeschränktes penetrationsvergnügen etwaiger partner.

"ja, was sollen wir denn machen?" fragen sich die eltern und wollen das beste für ihr kind. "ja, da muss man doch was machen!" sagt sich der halbgott in weiß und kriegt schöpfungs- und erlöserphantasien. "ja, da kann man halt nichts machen" sagt die gesellschaft, "solche kinder werden eben nicht akzeptiert, wenn sie bleiben wie sie sind." dabei hat die mehrheit einfach glück gehabt. eine so komplexe angelegenheit wie die entwicklung eines vollständigen körpers aus mutters follikel und ein bisschen väterlichen schleims ist eine ganz wundersame, doch fehleranfällige, begebenheit. der menschenwurm im intrauterinen schwimmbecken ist anfänglich beides - yin und yang. erst durch die einwirkung von geschlechtshormonen wird`s ein bub oder ein mäderl oder ein nichtganzbubnichtganzmäderl, ein nichtganzmäderlnichtganzbub, ein mehrbubalsmäderl, ein mehrmäderlalsbub oder ein bubmäderl/mäderlbub.

heute, wo er selbst entscheiden darf, lebt alex - als alex jürgen - das leben eines mannes. soweit ihm das möglich ist. denn letztlich wird er immer zwischen den klassischen, den biblisch fortpflanzungsorientierten, geschlechtern stehen.

manchmal befallen mich skrupel, ihn als den intersexuellen freund vorzuführen, weil ihn doch mehr ausmacht, als die tatsache, dass die embryonale entwicklung nicht den standardweg nahm. aber ich empfinde ganz aufrichtige bewunderung dafür, wie alex jürgen zu seiner geschichte steht, in einer rollen- und geschlechterklischeebesetzten welt, die mich manchmal straucheln lässt.

empfehlung
auch wenn ich der regisseurin elisabeth scharang bis heute vorwerfe, sie hätte mehr aus dem thema machen können, anstatt sich selbst in bester "die schöne und das biest" - manier ins günstige licht zu rücken.
sonntag, 7.10., 23 uhr, orf2:

tintenfischalarm, eine dokumentation über die identitätsfindung von alex jürgen.

privataudienz

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der pöbel unter sich

arme hermann, armes herrchen,...
arme hermann, armes herrchen, arme genossin, arme hundekindergartentante,...
kelef - 27. Dez, 16:09
lassie
ist der grund, warum ich keine collies mag. ob hermann...
MoniqueChantalHuber - 27. Dez, 12:41
dann treffen wir uns
sicher mal am postamt.
MoniqueChantalHuber - 27. Dez, 12:13
aha nördlich! mehr...
aha nördlich! mehr als ein hund war mir schon...
la-mamma - 27. Dez, 10:01
»Lassie kehrt zurück«...
»Lassie kehrt zurück« .. immer wieder...
nömix - 27. Dez, 06:51
»Lassie kehrt zurück«...
»Lassie kehrt zurück« .. immer wieder...
nömix - 27. Dez, 06:51
Mehr
als sechs Stunden wartete Hannelore S. bereits auf...
pathologe - 27. Dez, 06:26
ich hoffe
sie können sich gar nicht vorstellen, wie nackt...
MoniqueChantalHuber - 27. Dez, 01:14
Ich kann es Ihnen wirklich...
Ich kann es Ihnen wirklich nachfühlen. Haben Sie...
june - 27. Dez, 01:08
ach, frau june
in wahrheit hab ich früher ausschließlich...
MoniqueChantalHuber - 27. Dez, 01:02

kundmachung

dieser weblog basiert im wesentlichen auf texten, fotos sowie illustrationen von MoniqueChantalHuber und alter egos. moralisch inakzeptable wortmeldungen, sofern sie nicht der feder ihrer majestät entspringen, werden mitsamt verfasser an den pranger gestellt, gevierteilt oder am scheiterhaufen verbrannt. die zensurgewalt von MCH bezieht sich jedoch bedauerlicherweise nur auf ungehörige kommentare innerhalb ihres hoheitsgebietes. und legasthenie ist lediglich ein schönheitsfehler.

korrespondenz

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adel verpflichtet

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Zuletzt aktualisiert: 27. Dez, 16:09

lookin´ for a prince, horse or castle?