Inzest
Dem Hollywoodkonzept Liebe habe ich noch nie so recht getraut. Trotzdem hab ich mir in einsamen Stunden eine Vorstellung zusammengebastelt, davon wie ER sein soll. Erlösungsfantasien. Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund. In all den Geschichten über Prinzen auf stolzen Rössern, den Jungmädchenträumen, den Zuckerwattesehnsüchten kommt eines nie vor – was, wenn die Gänsemagd nicht die ist, die sich der Prinz erhofft? Eine weitere zerplatzte Traumblase später, bei der Frage angelangt, die mir nie zuvor in den Sinn gekommen war, hab ich ihn angerufen.
Wir begannen uns wieder regelmäßig zu treffen, auf neutralem Boden, im Schutze der Öffentlichkeit. In Kaffeehäusern, wo jeder Deckung hinter der Speisekarte suchen konnte, belegten nur Eckplätze, ein Stück feste, sichere Mauer im Rücken. Wir belauerten uns, stundenlang.
Als eine Besessene, auf der ewigen Suche, war ich in der fremden Stadt gestrandet. Unter Tags zu erschöpft um aufzustehen, nachts rastlos. Ein altes, muffiges Zimmer, ein schwarz-weiß Fernseher, frühmorgens amerikanische Heile-Welt-Zerrbilder in Möbiusschleifen, tagsüber olympische Konsumgedanken in winterweiß. An Wursttheken Worte wechseln, um das Sprechen nicht zu verlernen, Kondome kaufen, um die Menschen in der Supermarktschlange glauben zu machen, es gäbe noch andere Sozialkontakte, billige Kohlehydrate in mich hineinstopfen für peristaltische Orgasmen über der Kloschüssel – Vomito ergo sum. Irgendwann dann den Autismus in Schnaps auflösen, mich bei Lokaltouren an den Meistbietenden verkaufen. Life is a sexually transmitted disease. Gefangen in einer Verzweiflung die ihresgleichen sucht – dann bin ich über ihn gestolpert.
Er war nie ein Prinz. Er war immer nur Bauer. Fünf Bier und die Angst vorm Leben machten aus uns ein Paar. Zwei Ertrinkende, die sich aneinander klammern und gemeinsam untergehen.
Er, nach dem ich schlug und trat, wenn ich zuviel getrunken hatte, den ich nie küsste, vor dem ich mich ekelte und zu dem ich mich doch hingezogen fühlte, verachtete mich genauso wie ich ihn. Wenn wir unseren dunkelsten Trieben nachgekommen waren, lag er in meinen schweißnassen Armen, zitternd und wimmernd wie ein verwundetes Tier. Wir haben uns gebraucht.
Wir liegen auf seinem Sofa und hören Musik. Seine Springerstiefel teilen den Raum zwischen uns. Mit dem Schlagstock wirbelt er Staub auf. „Oh, eine Penisprothese?!“ sage ich und kichere, weil ich sonst weinen würde. Ich ziehe alles ins Lächerliche, um ihn, der niemals ausgelassen und fröhlich ist, zumindest zum Schmunzeln zu bringen. Verspotte ihn bei jeder Gelegenheit, die sich bietet, weil ich es sonst nicht ertragen würde, bei ihm zu sein. Die Rasierklingen des Damokles schweben über uns. Immer. Die Narben in den Ellenbeugen verbirgt er unter langärmligen T-Shirts, nur ich weiß, dass es sie gibt.
Ich hatte geträumt, er würde mich so fest umarmen bis ich erstickte. Nüchtern betrachtet war es genau so. „Du brauchst eine Mutter, keine Freundin“ sagte ich, nach irgendeinem zehnten Tequilla altklug geworden „Ich kann nicht diese Mutter sein, weil ich daran zugrunde gehe.“ Geblieben bin ich trotzdem. Weil er niemanden sonst hatte und weil meine Angst morgens aufzuwachen und dem Wahnsinn verfallen zu sein, verschwindet, wenn ich nicht alleine bin. Doch die Nächte waren unsicher. Ein zaghaftes Tasten zur anderen Seite, um mich zu vergewissern, ob er noch da war und nicht von mir gegangen. Ständiges Sinnsuchen. Das geschundene Wesen aufrecht halten. Bis zu dem Tag, an dem mich meine Kraft verließ und ich ihn. „Spring von dieser scheiß Brücke!! Bitte spring endlich, aber lass mich in Ruhe!!“ brüllte ich und nahm mir ein Taxi. Das Zittern hatte noch nicht nachgelassen, als sein Anruf kam: „Ich will mich nur verabschieden. Es rinnt schon.“ Dann blieb die Welt stehen.
Autopilot. 144. Wer? Was? Wo? Eine rotzerstickte Taxifahrt durch die Nacht. In seiner Wohnung Licht. Haben sie ihn gefunden? Taumeln durch die Dunkelheit. Beim letzten bisschen Verstand bleiben, irgendwie. Ein Krankenhaus. Warten. Im Kreis gehen. Im Kreis drehen. Morgengrauen. Plötzlich steht er vor mir und ich schreie, lauter als jemals zuvor, schreie alles hinaus in die düstere Stadt – die Angst, die Verzweiflung, den Hass.
Die Gefühle von damals sind immer gegenwärtig. „Wir haben uns nichts geschenkt“ sage ich „weder zu Weihnachten noch zum Geburtstag“. Ich grinse und er lacht sein gequältes, trauriges Lachen, nicht dieses diabolische, schallende Wiehern, das mich so abstößt. Er sieht mich an, fasst nach mir, eine zaghafte Geste, die ich abwehre. Ich setze mich wieder auf den grünen Campingstuhl, auf dem ich sonst immer sitze, sicherheitshalber. Die Grenze darf nie mehr überschritten werden. Wir rauchen, reden, die selbe alte Leier: unsere Kindheit, unsere Ängste, unsere Sehnsucht nach Beziehungen. „Ich habe nachgedacht, darüber was du für mich bist. Ich glaube, du bist so etwas wie die große Schwester, die ich nie hatte.“ „Ich seh dich ja mehr als meine Selbsthilfegruppe“ sag ich und weiß, dass er sich eine andere Antwort erhofft hat. Dann lasse ich ihn allein, bis ich ihn wieder brauche. Bevor die Tür ins Sicherheitsschloss fällt, drehe ich mich noch einmal um und tu ihm den Gefallen: „Adieu, kleiner Bruder“. Es klingt ungesund.
Wir begannen uns wieder regelmäßig zu treffen, auf neutralem Boden, im Schutze der Öffentlichkeit. In Kaffeehäusern, wo jeder Deckung hinter der Speisekarte suchen konnte, belegten nur Eckplätze, ein Stück feste, sichere Mauer im Rücken. Wir belauerten uns, stundenlang.
Als eine Besessene, auf der ewigen Suche, war ich in der fremden Stadt gestrandet. Unter Tags zu erschöpft um aufzustehen, nachts rastlos. Ein altes, muffiges Zimmer, ein schwarz-weiß Fernseher, frühmorgens amerikanische Heile-Welt-Zerrbilder in Möbiusschleifen, tagsüber olympische Konsumgedanken in winterweiß. An Wursttheken Worte wechseln, um das Sprechen nicht zu verlernen, Kondome kaufen, um die Menschen in der Supermarktschlange glauben zu machen, es gäbe noch andere Sozialkontakte, billige Kohlehydrate in mich hineinstopfen für peristaltische Orgasmen über der Kloschüssel – Vomito ergo sum. Irgendwann dann den Autismus in Schnaps auflösen, mich bei Lokaltouren an den Meistbietenden verkaufen. Life is a sexually transmitted disease. Gefangen in einer Verzweiflung die ihresgleichen sucht – dann bin ich über ihn gestolpert.
Er war nie ein Prinz. Er war immer nur Bauer. Fünf Bier und die Angst vorm Leben machten aus uns ein Paar. Zwei Ertrinkende, die sich aneinander klammern und gemeinsam untergehen.
Er, nach dem ich schlug und trat, wenn ich zuviel getrunken hatte, den ich nie küsste, vor dem ich mich ekelte und zu dem ich mich doch hingezogen fühlte, verachtete mich genauso wie ich ihn. Wenn wir unseren dunkelsten Trieben nachgekommen waren, lag er in meinen schweißnassen Armen, zitternd und wimmernd wie ein verwundetes Tier. Wir haben uns gebraucht.
Wir liegen auf seinem Sofa und hören Musik. Seine Springerstiefel teilen den Raum zwischen uns. Mit dem Schlagstock wirbelt er Staub auf. „Oh, eine Penisprothese?!“ sage ich und kichere, weil ich sonst weinen würde. Ich ziehe alles ins Lächerliche, um ihn, der niemals ausgelassen und fröhlich ist, zumindest zum Schmunzeln zu bringen. Verspotte ihn bei jeder Gelegenheit, die sich bietet, weil ich es sonst nicht ertragen würde, bei ihm zu sein. Die Rasierklingen des Damokles schweben über uns. Immer. Die Narben in den Ellenbeugen verbirgt er unter langärmligen T-Shirts, nur ich weiß, dass es sie gibt.
Ich hatte geträumt, er würde mich so fest umarmen bis ich erstickte. Nüchtern betrachtet war es genau so. „Du brauchst eine Mutter, keine Freundin“ sagte ich, nach irgendeinem zehnten Tequilla altklug geworden „Ich kann nicht diese Mutter sein, weil ich daran zugrunde gehe.“ Geblieben bin ich trotzdem. Weil er niemanden sonst hatte und weil meine Angst morgens aufzuwachen und dem Wahnsinn verfallen zu sein, verschwindet, wenn ich nicht alleine bin. Doch die Nächte waren unsicher. Ein zaghaftes Tasten zur anderen Seite, um mich zu vergewissern, ob er noch da war und nicht von mir gegangen. Ständiges Sinnsuchen. Das geschundene Wesen aufrecht halten. Bis zu dem Tag, an dem mich meine Kraft verließ und ich ihn. „Spring von dieser scheiß Brücke!! Bitte spring endlich, aber lass mich in Ruhe!!“ brüllte ich und nahm mir ein Taxi. Das Zittern hatte noch nicht nachgelassen, als sein Anruf kam: „Ich will mich nur verabschieden. Es rinnt schon.“ Dann blieb die Welt stehen.
Autopilot. 144. Wer? Was? Wo? Eine rotzerstickte Taxifahrt durch die Nacht. In seiner Wohnung Licht. Haben sie ihn gefunden? Taumeln durch die Dunkelheit. Beim letzten bisschen Verstand bleiben, irgendwie. Ein Krankenhaus. Warten. Im Kreis gehen. Im Kreis drehen. Morgengrauen. Plötzlich steht er vor mir und ich schreie, lauter als jemals zuvor, schreie alles hinaus in die düstere Stadt – die Angst, die Verzweiflung, den Hass.
Die Gefühle von damals sind immer gegenwärtig. „Wir haben uns nichts geschenkt“ sage ich „weder zu Weihnachten noch zum Geburtstag“. Ich grinse und er lacht sein gequältes, trauriges Lachen, nicht dieses diabolische, schallende Wiehern, das mich so abstößt. Er sieht mich an, fasst nach mir, eine zaghafte Geste, die ich abwehre. Ich setze mich wieder auf den grünen Campingstuhl, auf dem ich sonst immer sitze, sicherheitshalber. Die Grenze darf nie mehr überschritten werden. Wir rauchen, reden, die selbe alte Leier: unsere Kindheit, unsere Ängste, unsere Sehnsucht nach Beziehungen. „Ich habe nachgedacht, darüber was du für mich bist. Ich glaube, du bist so etwas wie die große Schwester, die ich nie hatte.“ „Ich seh dich ja mehr als meine Selbsthilfegruppe“ sag ich und weiß, dass er sich eine andere Antwort erhofft hat. Dann lasse ich ihn allein, bis ich ihn wieder brauche. Bevor die Tür ins Sicherheitsschloss fällt, drehe ich mich noch einmal um und tu ihm den Gefallen: „Adieu, kleiner Bruder“. Es klingt ungesund.
MoniqueChantalHuber - 6. Apr, 19:34
testsiegerin - 31. Jul, 21:06
ich weiß, ich sollte jetzt etwas kluges sagen, am besten etwas kritisches, etwas konstruktiv-kritisches, sonst gehöre ich zu den marktjubelschreiern, die den schreibenden auf die nerven gehen und sie anöden und ankotzen (wie passend!).
trotzdem. ich kann nichts kritisches sagen. außer, dass ich wie gebannt gelesen habe, und ich schwöre, ich habe jedes wort gelesen, nicht nur hin und wieder einen absatz, und die wörter haben mich gefesselt und sie haben meinen kopf schütteln und mich murmeln lassen: meine güte, klingt das krank. das ist noch ein bissl schlimmer als ungesund.
bei meinem letzten buch (liebeswut) ging es mir auch so. ich war hingerissen und abgestoßen, ich habe gelesen und gelitten, ich wollte, dass das buch bald zu ende ist und doch auch, dass es nie aufhört.
trotzdem. ich kann nichts kritisches sagen. außer, dass ich wie gebannt gelesen habe, und ich schwöre, ich habe jedes wort gelesen, nicht nur hin und wieder einen absatz, und die wörter haben mich gefesselt und sie haben meinen kopf schütteln und mich murmeln lassen: meine güte, klingt das krank. das ist noch ein bissl schlimmer als ungesund.
bei meinem letzten buch (liebeswut) ging es mir auch so. ich war hingerissen und abgestoßen, ich habe gelesen und gelitten, ich wollte, dass das buch bald zu ende ist und doch auch, dass es nie aufhört.
MoniqueChantalHuber - 31. Jul, 21:53
ist doch ein guter kommentar draus geworden. sie haben brav mitgedacht, sich sogar auf ältere beiträge bezogen, schön formuliert und nicht geschimpft.
ich dagegen saß vor ihrer "lebensgeschichte" und kein wort ging mir von den fingern, obwohl ich sie mochte, die geschichte.
ich dagegen saß vor ihrer "lebensgeschichte" und kein wort ging mir von den fingern, obwohl ich sie mochte, die geschichte.
Etosha - 1. Aug, 09:29
Ich empfinde das ähnlich, dass abstoßende Geschichten auch immer anziehend wirken, insbesondere aus dem sicheren Abstand des Lesens. Diese hier ist eindeutig abstoßend und macht mir Gänsehaut. Merkwürdig, wie unterschiedlich die princes charming aussehen, die wir zu brauchen glauben.
Mein ganz konstruktiver Beitrag zum Text selbst: "Unter Tags" im dritten Absatz würde ich durch "Tagsüber" ersetzen. Und im Tequila ist ein L zuviel.
Mein ganz konstruktiver Beitrag zum Text selbst: "Unter Tags" im dritten Absatz würde ich durch "Tagsüber" ersetzen. Und im Tequila ist ein L zuviel.
MoniqueChantalHuber - 1. Aug, 09:37
zu bekommen was man sich wünscht, heißt nicht zwangsläufig zu bekommen was man braucht.
es müsste eigentlich unter tag heissen - als anspielung aufs sich verkriechen.
es müsste eigentlich unter tag heissen - als anspielung aufs sich verkriechen.
MoniqueChantalHuber - 1. Aug, 09:40
dich heuer ich nochmal als bloglektorin an, beste etosha. bezahlen kann ich allerdings nur in naturalien (käse, wein, couscous, pfeffer und petersilie) oder cd`s.
Etosha - 3. Aug, 11:31
Meistens bekommt man aber dann doch, was man im Grunde 'braucht', auch wenn man das vorher nicht wusste. Warum die Dinge nicht einfach mal perfekt sein können, warum immer Bedürfnisse ausgehungert und vertrocknet auf der Strecke bleiben, obwohl man sich manches so sehr wünscht, dass es schon wehtut... wenn es nicht dafür gut ist, daran zu wachsen, dann weiß ich auch nicht; dann siehts ganz nach göttlichem Sadismus aus. ;]
An 'unter Tag' hatte ich auch gedacht, aber mich persönlich irritiert es dann doch mehr, als es mir an Assoziation schenkt.
Ein Aconto hab ich ja bereits bekommen. ;)
An 'unter Tag' hatte ich auch gedacht, aber mich persönlich irritiert es dann doch mehr, als es mir an Assoziation schenkt.
Ein Aconto hab ich ja bereits bekommen. ;)
MoniqueChantalHuber - 3. Aug, 14:12
ich versteh gar nicht was dich an untertags/unter Tags (im großen googlewettstreit gewinnt erstere schreibungsvariante) stört, das ist doch eine gängige österreichische vokabel.
um deinen nächsten kommentar gleich mitzubeantworten: "häferl" hätt ich ad hoc eher als "a gscheide pipn" oder "kretzn" gedeutet, was, ins hochdeutsche übertragen, mit z.b. rotzfrecher lümmel übersetzt werden könnt und somit der "vasn" (nicht gleichzusetzen mit "vaserl") sehr ähnelt, wobei die "vasn" negativer besetzt ist.
masochismus/sadismus ist, glaub ich, ein weitverbreiteter menschenkleister
um deinen nächsten kommentar gleich mitzubeantworten: "häferl" hätt ich ad hoc eher als "a gscheide pipn" oder "kretzn" gedeutet, was, ins hochdeutsche übertragen, mit z.b. rotzfrecher lümmel übersetzt werden könnt und somit der "vasn" (nicht gleichzusetzen mit "vaserl") sehr ähnelt, wobei die "vasn" negativer besetzt ist.
masochismus/sadismus ist, glaub ich, ein weitverbreiteter menschenkleister
testsiegerin - 3. Aug, 14:19
zum häferl:
abgesehen vom dickwandigen trinkgefäß ist ein häferl keine rotzpipn, sondern ein mensch, der gleich übergeht. der also wegen kleinigkeiten überkocht, weint, wütend wird, leicht erregbar ist.
und dann gibts noch eine selbsthilfegruppe von haftentlassenen, die sich "häferl" (abgeleitet von häf'n für gefängnis) nennt.
abgesehen vom dickwandigen trinkgefäß ist ein häferl keine rotzpipn, sondern ein mensch, der gleich übergeht. der also wegen kleinigkeiten überkocht, weint, wütend wird, leicht erregbar ist.
und dann gibts noch eine selbsthilfegruppe von haftentlassenen, die sich "häferl" (abgeleitet von häf'n für gefängnis) nennt.
MoniqueChantalHuber - 3. Aug, 14:48
wunderwelt dialekt
das häfn wiederum ist ein metallenes (stilecht: emailernes) kochgefäß, bevorzugt verwendet, um milch darin zu erhitzen, die überkochen kann, was beim häferl- der tasse ja eigentlich nicht passiert. (nicht zu verwechseln mit dem "häfn" ist das "reindl", bei dem handelt es sich in erster linie um eine art bratform oder eine große schüssel)
die "pipn" kenn ich nur als "rotzpipn" ("gfrast") oder zapfhahn...
die "pipn" kenn ich nur als "rotzpipn" ("gfrast") oder zapfhahn...
RAS - 1. Aug, 12:52
ich hab von menschen ja immer eine völlig falsche vorstellung, wenn ich glaube jeder kennt sowas und hat sowas erlebt/lebt es.
tja.
in einem christenforum jesusjubelperserischer art wurde neulich von ahnungslosen gefragt was denn eigentlich hassliebe sei - und keiner wusste damit etwas anzufangen. man einigte sich darauf das charakterschwache menschen die eigentlich garnicht lieben können eben hasslieben -
na, zum glück sind christen auch keine menschen ;)
ich kenn es noch irritierender, die in deren tief man vordrang, die in kindheit/istzustand eingedenks rotzend zittern vor/neben/an einem lagen die sind plötzlich mit einem liebnetten mädchen zusammen, das keine falschen fragen stellt, dass eigentlich gar keine fragen stellt (ausser liebstudmisch,jaichdichauch) und lieber kleidchen shoppen geht - und damit sind sie dann glücklich, so ganz ohne mind. 1x im monat zusammenzubrechen - ich als alte seelenintrigantin kann das natürlich nicht gönnen, finde das zum kotzen. sie kommen also den menschen abhanden und behaupten das ist die tiefste liebe, die ohne schmerzen, probleme, stress.
am ende ist jeder das arschloch, irgendwie. was hilft ist das ich nichts nachtragen kann. also...helfen tut das nicht wirklich, aber amnesien tragen ja auch immer ein bisschen zukunft, in dem was man eigentlich besser wissen sollte.
destillat der jahre: dankbar sein, für jede tiefe begegnung, egal wie todesnah - die meisten menschen kommen erst nach fünf, sechs lebensjahrzehnten am bettchen der sterbenden mutter zu gewissen erkenntnissen.
tja.
in einem christenforum jesusjubelperserischer art wurde neulich von ahnungslosen gefragt was denn eigentlich hassliebe sei - und keiner wusste damit etwas anzufangen. man einigte sich darauf das charakterschwache menschen die eigentlich garnicht lieben können eben hasslieben -
na, zum glück sind christen auch keine menschen ;)
ich kenn es noch irritierender, die in deren tief man vordrang, die in kindheit/istzustand eingedenks rotzend zittern vor/neben/an einem lagen die sind plötzlich mit einem liebnetten mädchen zusammen, das keine falschen fragen stellt, dass eigentlich gar keine fragen stellt (ausser liebstudmisch,jaichdichauch) und lieber kleidchen shoppen geht - und damit sind sie dann glücklich, so ganz ohne mind. 1x im monat zusammenzubrechen - ich als alte seelenintrigantin kann das natürlich nicht gönnen, finde das zum kotzen. sie kommen also den menschen abhanden und behaupten das ist die tiefste liebe, die ohne schmerzen, probleme, stress.
am ende ist jeder das arschloch, irgendwie. was hilft ist das ich nichts nachtragen kann. also...helfen tut das nicht wirklich, aber amnesien tragen ja auch immer ein bisschen zukunft, in dem was man eigentlich besser wissen sollte.
destillat der jahre: dankbar sein, für jede tiefe begegnung, egal wie todesnah - die meisten menschen kommen erst nach fünf, sechs lebensjahrzehnten am bettchen der sterbenden mutter zu gewissen erkenntnissen.
MoniqueChantalHuber - 1. Aug, 14:20
die da lauten?
RAS - 1. Aug, 18:44
hä? was lautet?
MoniqueChantalHuber - 3. Aug, 14:13
die erkenntnisse am sterbebett.
RAS - 4. Aug, 02:43
achsoja....also, wenn ich annem sterbebett war sach ich bescheid. ich kann doch immer nur so tun als wüsste ich um anderer menschen befindlichkeiten - man hats halt nicht leicht als soziopath.
andererseits...bin ich mir fast sicher das jeder mensch einem anderen mangelnde empfindungstiefe attestiert. insgeheim. und damit auch irgendwie immer recht hat. situativ.
ich meine es ist nur immer wieder erstaunlich dass es der ein oder andere vier fünf lebensjahrzehnte schafft um tod&liebe in vollster konsequenz fast vollständig drumrumzukommen und trotzdem eher als gegenteil eines soziopathen gilt.
andererseits...bin ich mir fast sicher das jeder mensch einem anderen mangelnde empfindungstiefe attestiert. insgeheim. und damit auch irgendwie immer recht hat. situativ.
ich meine es ist nur immer wieder erstaunlich dass es der ein oder andere vier fünf lebensjahrzehnte schafft um tod&liebe in vollster konsequenz fast vollständig drumrumzukommen und trotzdem eher als gegenteil eines soziopathen gilt.
MoniqueChantalHuber - 4. Aug, 06:55
manchmal sind sie so schön psychophilosophisch!
"...das jeder mensch einem anderen mangelnde empfindungstiefe attestiert. insgeheim. und damit auch irgendwie immer recht hat. situativ."
"...das jeder mensch einem anderen mangelnde empfindungstiefe attestiert. insgeheim. und damit auch irgendwie immer recht hat. situativ."
RAS - 4. Aug, 19:36
da sieht man eben wer seinen erich fromm gelesen gehört, beim hören eingeschlafen hat!
das sind doch alles nur hausfrauenerkenntnisse aus der issochwahr-schubalde. soll mal einer sagen man müsste mit menschen interagieren um erkenntnisse über sie zu erhalten.
das sind doch alles nur hausfrauenerkenntnisse aus der issochwahr-schubalde. soll mal einer sagen man müsste mit menschen interagieren um erkenntnisse über sie zu erhalten.
MoniqueChantalHuber - 4. Aug, 20:06
interaktion verfälscht die ergebnisse. die forschende daseinsform kann nur eine einzelgängerische sein. sag ich mir immer. zur beruhigung.
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