Montag, 16. November 2009

boxenkampf

leichenwagenmann hat das zubehörtechnisch minder bemittelte frln. huber mit einem paar ganz wunderbarer lautsprecherboxen versorgt. der freundschaftspreis für die dinger war allermindestens gerechtfertigt und somit sind diese luxuriösen raumbeschaller nunmehr vermutlich das wertvollste in meinem besitz. (von den affenkötern natürlich abgesehen, die sind sowieso unbezahlbar in ihrem bezaubernden wahnsinn)

ha, endlich hab ich die nötigen voraussetzungen den tschinbummtechnotypen, die ihre hängebauchkarossen ausgerechnet unter meinem kemenatenfenster platzieren, um mich nachts mit garstigen amelodien (der minnesang des maroden modernen mannes, der wohl einer arschgehörnten solarienjahreskartenbesitzerin gilt) zu erfreuen, ein ordentliches kontrastprogramm zu liefern.

der nachbar von oberhalb hört bereits um 7 uhr morgens led zeppelin bis an meinen frühstückstisch, den wähne ich auf meiner seite, der semmelblondierte, alternde gigolo von nebenan weilt ohnedies meist auswärts.

mission "musik im gemeindebau" soeben gestartet - endlich muss ich mir musik nicht mehr vorstellen, nein, ich kann sie tatsächlich hören. (laptopgedudel ist ja ganz nett, aber...)

doch wo soll ich nur anfangen? sex pistols, man hat ja ein image zu verteidigen (und wenn mich nochmals jemand dazu nötigt, the clash als einzig wahre punk- und beste band überhaupt anzuerkennen, zu loben und zu preisen, dann werd ich augenblicklich frigide und ich werde schreien, jawohl! bis die polizei kommt und mir den peiniger vom hals schafft... ähm... das wär wohl fast eine eigene rubrik wert: beziehungstraumata infolge zeitweilig divergierenden musikgeschmacks), bissl depeche mode, der guten alten, coolen zeiten wegen? bodycount, weil mich dieser schmarrn jahrelang schwer erheitert hat? jefferson airplanes white rabbit? amanda palmer, deren creep-coverversion der herr pestkrause neulich publizierte und mich damit zwei tage praktisch handlungsunfähig machte. hach, tolles lied! zwar auch altbelastet, aber ich bin bereits bereit darüber hinwegzuhören.
oder bin ich vielleicht in leonardcohenlaune? oder doch mehr in hankwilliamsstimmung? und warum hab ich eigentlich alle metallica-alben? portishead ist zu emotionsgenerierend, immer schon, also besser sonic youth? nein, auch vermiest irgendwie. oder soll ich die selbstauferlegte "november ist the doors monat"-tradition aufrecht erhalten? oder?


NEIN! wissens was? ich mach jetzt ne gothicgirlieparty mit mir selbst und einer kanne pfefferminztee und dem mann, der die most sexiest schmatz- und schlürfgeräusche ever produziert.
(optik - bäh! musik - puh... naja... ich bin jung und leicht zu beeindrucken... aber dieses luftangesauge... mir schwinden jedes mal die sinne...)

und niemand, niemand kann mir sagen, ich hätt` manchmal schon nen ziemlich minderwertigen musikgeschmack. mann, ist das schön, hören zu können, was man will, ohne dass einem jemand reinredet. und deshalb extra laut:

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Pest Krause - 17. Nov, 11:28

Ja mei, der Stahl-Peter. Was ham wir uns früher subversiv gefühlt, weil wir den Schwanzzeiger trotz Nazigerüchten gut fanden. Auch und gerade den ganzen Carnivore-Kram und so. Und dann hat er mich auf dem Dynamo 95 doch a bissle enttäuscht, aber vielleicht lag das auch nur an den vielen Drogen. Hm.

Ansonsten: Sie Feger Sie! Ich möchte Sie erstens einladen, doch mal in meiner Briefmarken...Quatsch, Musiksammlung zu stöbern. Gibt auch lecker Tee. Und dann können wir auch ein Tänzchen wagen, son bissken Pogo zu Tom Jones oder Foxtrott zu Cannibal Corpse oder so. Aber, ach, ich kann ja gar nicht tanzen.

MoniqueChantalHuber - 17. Nov, 12:25

trifft sich gut

ich kann auch nicht tanzen.
werd auf konzerten immer nur deshalb fotografiert, weil ich die einzige person bin, die sich in der öffentlichkeit keinen millimeter zu musik bewegt.

feger? müssen sie mich denn just in dem moment, in dem durch exzessives trödeln versuche, den dringend nötigen bodensichtwiederherstellungsarbeiten zu entkommen, an mein hartes schicksal erinnern, mit der wahl eines solch widerwilleneinflößenden wortes? ich saug täglich hundehaare aus den unmögllichsten zimmerecken und kann boden wischen und kehren und fegen und polieren, bis die knie bluten (besenstiel wär mal ne investition wert, fällt mir da grad ein). diese putzerei wird womöglich noch charakterimmanent, wenn ich nicht verdammt aufpasse - aber ich will doch vom hausfrauenimage endlich wieder loskommen, drum auch der drang zum subversiv fühlen. hunde und hausstaub, so hab ich mir die revolution nicht vorgestellt.

ich geh jetzt ein paar hauswände besprayen.
textorama - 17. Nov, 14:48

Aber nicht mit Spülmittel... die Wände meine ich.
MoniqueChantalHuber - 17. Nov, 15:09

hausfrauenrevolte

aus aktuellem anlass: andere klauen mercedessterne oder hinterlassen kratzspuren mit dem schlüsselbund. frau huber geht mal eben einkaufen und rammt familienvans mit dem umstürzenden einkaufswagen und hinterlässt eine spur der zerstörung. revoluzzer mit haushaltsversicherung. vielleicht sind die biederkeitsansätze doch nicht so schlecht?

privataudienz

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der pöbel unter sich

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bob (Gast) - 23. Dez, 10:14
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p. (Gast) - 9. Aug, 04:03
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MoniqueChantalHuber - 3. Aug, 16:08
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mq (Gast) - 2. Aug, 09:08
eine fabelnhafte idee.
eine fabelnhafte idee.
MoniqueChantalHuber - 1. Aug, 22:30
Ich überlege gerade,
ob es nett wäre, wenn sich könig egon ladislaus froschojewsky...
schreiben wie atmen - 1. Aug, 22:18

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Zuletzt aktualisiert: 15. Jul, 02:09

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