das fest des huhnes
Und dann gibt es da noch diese Themen, die einen fragen lassen: Gibt es ein richtig oder ein falsch? Wer sind die Guten und wer die Bösen?
Ich hab ja keine Vorurteile, dass Dicke stinken, die Deutschen besserwisserisch sind, die Schweizer sich ausschließlich von Käse ernähren und manchmal auch Käse schreiben, die Franzosen arrogante Schnösel sind, die Russen saufen, bis sie blind werden und zwischenzeitlich zu Oligarchie neigen oder der Ami, der Ami... der ist ja ein Kapitel für sich... oder diese anatolischen Ziegenhirten, da fehlen mir doch glatt die Worte, oh, und die Italienerinnen, die werden im Alter alle fett und laut, die Italiener gehen fremd oder zur Mafia - das sind keine Vorurteile, das sind Tatsachen.
Österreich muss Österreich bleiben!
Keine deutschen Wirtschaftsflüchtlinge, keine behmischen Köchinnen und der Jud, der Jud trägt in Wahrheit an allem schuld!
Gut, zugegeben, die Kärtner, die brauchen wir nicht, alles Nazis. Die Vorarlberger, die sollen doch hinter ihrem Berg bleiben - die sprechen ja nicht einmal deutsch! Die Steirer, naja, liebenswürdige Bauern, ein bissl rückständig halt, wie die Burgenländer auch, aber das sind ja im Grunde halbe Ungarn, da kann man nicht von Österreichern im eigentlichen Sinne sprechen. Die Tiroler, ach, die Tiroler, ein Bergbauernvolk, engstirnig und inzestuös, das haben sie mit den Salzburgern gemein, wobei der Salzburger dann auch noch unerträglich arrogant ist und sich für kultiviert hält. Der Wiener ist ein ewiger Nörgler und glaubt obendrein, er sei was Besseres. Niederösterreicher leben ja quasi in einem Entwicklungsland - ausser Wald und Steine und St. Pölten gibt es dort nichts - und ehrlich, wer möchte schon freiwillig nach St. Pölten?
Die Oberösterreicher sind aber großteils ganz in Ordnung. Naja, die Innviertler sind grobschlächtig, neigen zu Alkoholismus und Ewiggestrigkeit, die Hausruckviertler sind schrecklich öde und veranstalten gerne Messen, um von ihrer geistigen Tristesse abzulenken, die Traunviertler, von denen hört man wenig, gottseidank, aber wenn, dann tragen sie Tracht und die Mühlviertler haben halt eine Kartoffelbauernmentalität.
Ich bin aufgeklärt (4. Klasse Biologieunterricht, später Privatvorlesungen bei Prof. Leben und Dozenten) und überhaupt recht fortschrittlich kosmopolitisch eingestellt, deshalb bin ich wahrhaftig froh, dass ich mich entblößen kann, wie es mir beliebt, ohne dass mir Handabhacken droht, da ist Handbegrapschung tatsächlich das geringere Übel. Aber fremde Kulturen gehören meiner Meinung nach in den Urlaub oder am Besten hinter Glas, Mattscheibe bevorzugt.
Ich find Dokumentationen über archaische Urvölker herrlich entspannend, da droht keine Gefahr - von einer Yanomami-Schwemme am Sozialamt etwa hat man ja noch nicht gehört. Ich kauf übrigens nur deshalb Fairtrade-Produkte, damit die Leut auch garantiert dort bleiben, wo´s herkommen, wer braucht z.b.noch mehr chilenische Straßenmusikanten?
Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6
Ich hab ja keine Vorurteile, dass Dicke stinken, die Deutschen besserwisserisch sind, die Schweizer sich ausschließlich von Käse ernähren und manchmal auch Käse schreiben, die Franzosen arrogante Schnösel sind, die Russen saufen, bis sie blind werden und zwischenzeitlich zu Oligarchie neigen oder der Ami, der Ami... der ist ja ein Kapitel für sich... oder diese anatolischen Ziegenhirten, da fehlen mir doch glatt die Worte, oh, und die Italienerinnen, die werden im Alter alle fett und laut, die Italiener gehen fremd oder zur Mafia - das sind keine Vorurteile, das sind Tatsachen.
Österreich muss Österreich bleiben!
Keine deutschen Wirtschaftsflüchtlinge, keine behmischen Köchinnen und der Jud, der Jud trägt in Wahrheit an allem schuld!
Gut, zugegeben, die Kärtner, die brauchen wir nicht, alles Nazis. Die Vorarlberger, die sollen doch hinter ihrem Berg bleiben - die sprechen ja nicht einmal deutsch! Die Steirer, naja, liebenswürdige Bauern, ein bissl rückständig halt, wie die Burgenländer auch, aber das sind ja im Grunde halbe Ungarn, da kann man nicht von Österreichern im eigentlichen Sinne sprechen. Die Tiroler, ach, die Tiroler, ein Bergbauernvolk, engstirnig und inzestuös, das haben sie mit den Salzburgern gemein, wobei der Salzburger dann auch noch unerträglich arrogant ist und sich für kultiviert hält. Der Wiener ist ein ewiger Nörgler und glaubt obendrein, er sei was Besseres. Niederösterreicher leben ja quasi in einem Entwicklungsland - ausser Wald und Steine und St. Pölten gibt es dort nichts - und ehrlich, wer möchte schon freiwillig nach St. Pölten?
Die Oberösterreicher sind aber großteils ganz in Ordnung. Naja, die Innviertler sind grobschlächtig, neigen zu Alkoholismus und Ewiggestrigkeit, die Hausruckviertler sind schrecklich öde und veranstalten gerne Messen, um von ihrer geistigen Tristesse abzulenken, die Traunviertler, von denen hört man wenig, gottseidank, aber wenn, dann tragen sie Tracht und die Mühlviertler haben halt eine Kartoffelbauernmentalität.
Ich bin aufgeklärt (4. Klasse Biologieunterricht, später Privatvorlesungen bei Prof. Leben und Dozenten) und überhaupt recht fortschrittlich kosmopolitisch eingestellt, deshalb bin ich wahrhaftig froh, dass ich mich entblößen kann, wie es mir beliebt, ohne dass mir Handabhacken droht, da ist Handbegrapschung tatsächlich das geringere Übel. Aber fremde Kulturen gehören meiner Meinung nach in den Urlaub oder am Besten hinter Glas, Mattscheibe bevorzugt.
Ich find Dokumentationen über archaische Urvölker herrlich entspannend, da droht keine Gefahr - von einer Yanomami-Schwemme am Sozialamt etwa hat man ja noch nicht gehört. Ich kauf übrigens nur deshalb Fairtrade-Produkte, damit die Leut auch garantiert dort bleiben, wo´s herkommen, wer braucht z.b.noch mehr chilenische Straßenmusikanten?
Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6
MoniqueChantalHuber - 16. Jan, 14:07