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    <title>flegeljahre einer königin : Rubrik:von königspudeln und anderen</title>
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    <description></description>
    <dc:publisher>MoniqueChantalHuber</dc:publisher>
    <dc:creator>MoniqueChantalHuber</dc:creator>
    <dc:date>2009-11-26T12:34:16Z</dc:date>
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  <image rdf:about="http://static.twoday.net/geleeroyale/images/icon.jpg">
    <title>flegeljahre einer königin</title>
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  <item rdf:about="http://geleeroyale.twoday.net/stories/6042314/">
    <title>familienausflug</title>
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    <description>&lt;a href=&quot;http://img211.imageshack.us/i/foto621.jpg/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://img211.imageshack.us/img211/5286/foto621.jpg&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;Image Hosted by ImageShack.us&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>MoniqueChantalHuber</dc:creator>
    <dc:subject>von königspudeln und anderen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 MoniqueChantalHuber</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-13T23:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://geleeroyale.twoday.net/stories/6033586/">
    <title>jogging high</title>
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    <description>Man übt sich als Mehrhundhalter in Rücksichtnahme auf die Mitmenschheit, kratzt Exkremente vom Boden, lässt die Viecher nur in bestimmten Gebieten von der Leine, stattet sie dabei mit Gesichtsgefängnis aus, weil der eine klaut wie ein Rabe und der andere aussieht, als würd er kleine Kinder fressen, der dritte zwar niedlich und harmlos wirkt, aber andere Hunde mittlerweile lieber zwickt, bevor er selbst schon wieder gebissen wird und weil, ja weil es da noch diese Vorschrift gibt, an die sich ansonsten keiner hält. Aber man hat bereits anderweitig unliebsame Erfahrung mit Versicherungsausfall gemacht und geht nun gern recht gesetzeskonform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hund darf offiziell nur mit Beißkorb frei laufen - Hund mit Beißkorb gilt in der öffentlichen Wahrnehmung jedoch als gefährlich - Hundebesitzer haben also Angst um ihren maulfreien Hund - ein steter Quell unschöner Streitereien, zumal ein jeder Hundehalter dazu neigt, sein eigenes Getier über alles andere zu stellen. &lt;small&gt;ähm...&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlimmer jedoch als die Hutschi-Gutschi-armes-Hundi-vor-allem-Unbill-bewahren-und am-besten-in-Watte-packen-Fraktion, sind diese elenden, phobischen Jogger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da trippelt also mal wieder einer dieser Spezies den, als Hundeauslaufgebiet stadtbekannten, Treppelweg entlang, duster ist`s bereits und der Herr keucht und zappelt, dass es dem Mörderbärbelchen ganz anders wird. Denn fastfinstre Nacht und Mann mit schiefem Schritt und heftigem Atem, das kann nichts Gutes bedeuten. Da kriegt sie Angst, die Beddi. Man will also, vom plötzlichen Auftauchen des Joggers selbst ein wenig überrumpelt, das irritiert bellende Hundsviech zurückrufen, schließlich hat nicht ein jeder Freude an hündischem Viehzeug, das weiß und respektiert man, jedoch, zu spät!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In bester KungFuFighting Manier für Grobmotoriker hopst das Hampelmännchen auf und ab, dass das Mörderbärbeltier sich zum Spiel aufgefordert wähnt und sich neugierig, wenngleich vorsichtshalber grummelnd, dem Zappelphilipp weiter nähert, der Handkantenschläge in der Luft vollführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böses ahnend, greift man in die Hundehaltertrickkiste - abrufen ist an dieser Stelle hoffnungslos, zu fasziniert ist das Tier von dem seltsamen Gehüpfe - &quot;Fräulein, halt die Klappe, der will nicht mit dir spielen. Beweg deinen Hintern und geh weiter&quot; Nicht, dass der Hund die geringste Ahnung hätte, was ich ihm da anweise, diese Befehlsvariante dient einzig der Deeskalation. Mit einem gefährlichen Hund spricht man nicht so. Psychologie. Klappt oft, aber nicht immer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Sie hat sich erschreckt. Sie will ihnen nicht wehtun. Sie trägt einen BEISSKORB!&quot; ruf ich noch und dann, dann tritt der Mann mit voller Wucht dem Tier in den Bauch, dass es erstmal einen Meter zur Seite fliegt und sich hernach völlig perplex trollt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den weiteren Hergang kann ich Ihnen nichts genaues mehr berichten. Ich erinnere mich undeutlich an ein Handgemenge, an wüstes Geschrei meinerseits, einen Sturz ins Gebüsch, einen liegenden Jogger, einen Jackenärmel im Mund und wenn ich mir nun meine geschwollene Lippe ansehe, so muss ich annehmen, dass ich ziemlich fest zugebissen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollte in nächster Zeit Maulkorbpflicht auch für Hundebesitzer angeregt werden, nun, dann wissen Sie jetzt, wer Schuld daran trägt...</description>
    <dc:creator>MoniqueChantalHuber</dc:creator>
    <dc:subject>von königspudeln und anderen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 MoniqueChantalHuber</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-08T23:03:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://geleeroyale.twoday.net/stories/6020615/">
    <title>affenliebe</title>
    <link>http://geleeroyale.twoday.net/stories/6020615/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://img210.imageshack.us/i/foto138x.jpg/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://img210.imageshack.us/img210/572/foto138x.jpg&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;Image Hosted by ImageShack.us&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://img263.imageshack.us/i/foto141.jpg/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://img263.imageshack.us/img263/7320/foto141.jpg&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;Image Hosted by ImageShack.us&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://img248.imageshack.us/i/foto146.jpg/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://img248.imageshack.us/img248/9592/foto146.jpg&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;Image Hosted by ImageShack.us&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;</description>
    <dc:creator>MoniqueChantalHuber</dc:creator>
    <dc:subject>von königspudeln und anderen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 MoniqueChantalHuber</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-31T15:42:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://geleeroyale.twoday.net/stories/6005413/">
    <title>them dogs too fast to shoot</title>
    <link>http://geleeroyale.twoday.net/stories/6005413/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://img194.imageshack.us/i/hpim0164z.jpg/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://img194.imageshack.us/img194/5951/hpim0164z.jpg&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;Image Hosted by ImageShack.us&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://img14.imageshack.us/i/hpim0398g.jpg/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://img14.imageshack.us/img14/5048/hpim0398g.jpg&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;Image Hosted by ImageShack.us&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://img196.imageshack.us/i/hpim0366y.jpg/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://img196.imageshack.us/img196/5506/hpim0366y.jpg&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;Image Hosted by ImageShack.us&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://img12.imageshack.us/i/hpim0392v.jpg/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://img12.imageshack.us/img12/694/hpim0392v.jpg&quot; border=&quot;0&quot; alt=&quot;Image Hosted by ImageShack.us&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;


&lt;small&gt;(aus der serie &quot;the incredible herr pferd gang&quot;- die da besteht aus: herr pferd, helene from hell, dele-bele, hermann and the dicke mörderbärbe)l&lt;/small&gt;</description>
    <dc:creator>MoniqueChantalHuber</dc:creator>
    <dc:subject>von königspudeln und anderen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 MoniqueChantalHuber</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-22T09:25:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://geleeroyale.twoday.net/stories/5735920/">
    <title>campingstühle</title>
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    <description>Fred, der Tomate, der eifrig am Fenstersims knospt und Basil Basilikum zeugen untrüglich von meiner neu aufgekeimten Kleingärtnergesinnung, zurück zu den Wurzeln also. Dabei war ich kürzlich noch der Ansicht, der ideale Garten bestünde rein aus Beton, das elende Grünzeug wollt ich nicht in meiner Nähe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den wirklich wahrhaftigen Zugang zur Natur, den direkten und unmittelbaren, beschert mir jedoch nicht so sehr die Fenstergärtnerei, sondern ein jeder Donauinselgang mit der Meute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Natur behübscht sich gerne mit allerhand Blüh- und Blattwerk, mit Laub und Knospen in jeder nur erdenklichen Farbe, doch unter all der Zierart verbirgt die Natur geschickt ihr wahres Gesicht - nichts als Fäulnis, Moder und Exkremente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein jeder Tritt hinaus von der zivilisierten Asphaltstraße birgt das Risiko in Hundehaufen zu treten, die sich unter harmlos duftenden Blütenständen und sich im Winde wiegenden Gräsern verbergen. Der Mäuseschiss, die Eichhörnchenkötel, die Katzenkacke die allenthalben das Erdreich düngen, sind bei weitem nicht ein solches Ärgernis, wie der schuhhaftende Hundekot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.wien.gv.at/spezial/hundekampagne/&quot;&gt;&quot;Nimm ein Sackerl für mein Gackerl&quot; &lt;/a&gt;halt ich ausnahmsweise mal für eine sinnvolle Bürgerinitiative und weil mir die Hundescheiße, die auf jeder nur denkbaren Grünfläche der Kompostierung oder eines Fehltritts harrt, ein Graus ist, verpack ich das, was meine Hunde hinterrücks verlässt, stets sorgsam in kleinen, graue Beuteln, um hernach den nächsten Mistkübel aufzusuchen und mich der Futtermittelendprodukte gesetzeskonform zu entledigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Punkt bin ich ein Korinthenkacker, der auch alte Damen mit Rollmops rügt, denn genau die sind es, die, unter Berufung auf die Bandscheiben, den Krieg, die Ausländer, ihre Hundsviecher die Wiesen vor dem Gemeindebau zuscheißen lassen, dass einem im Sommer bis in den dritten Stock hinauf der Fäkaliendunst durch die geöffnete Balkontür weht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nun aber glaubt, der unkontrollierte Stuhlgang des Stadthundes sei das einzige parkdurchseuchende, wiesenverschandelnde, gebüschverminende Problem, der hat sich noch nie eingehender mit den Defäkiergewohnheiten der Menschheit beschäftigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Hundlosen fällt die Differenzierung der Häufchenherkunft mitunter schwer, der Hundhaltende dagegen vermag den Verursacher des Enddarmauswurfs eindeutig zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist ja der Hund nicht ganz zu Unrecht in manchen Kulturkreisen als unrein verpönt, bezieht er doch größte Gaumenfreude aus dem Verzehr menschlicher Hinterlassenschaften der verstoffwechselten Art, wohingegen innerartliche Ausscheidung einzig der nasalen und territorialen Kommunikation dient und nicht gefressen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Parks der Innenstadt türmt sich Touristenscheiße im Gestrüpp, im 16. verrottet Scheiße mit Migrationshintergrund hinter Büschen, auf unbeleuchteten Parkplätzen, auf Spielplätzen, die idyllischen Pappelhaine der Donauinsel sind von Radfahrern zugeschissen, von Skatern, vom Partyvolk, von Spaziergängern, picknickenden Pärchen, grillenden Großfamilien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher ich das so bestimmt weiß?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zufrieden schmatzende Hund kehrt mit Taschentüchern aus dem Unterholz zurück, mit Klopapier, mit Damenunterhosen, mit Boxershorts und Kinderhöschen, besudelt allesamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und während ich brav die Hundehaufen einsammle, läuft die lefzenleckende Hundebande von Leckerbissen zu Leckerbissen, den Bauch bis zum Bersten gefüllt mit stinkenden Exkrementen, die an den Zähnen kleben bleiben wie zartschmelzende Schokolade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rädelsführer schafft es regelmäßig sich körperwärts zu bekleckern, mit einer solchen Hingabe widmet er sich dem allgegenwärtigen Genuß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wer sich beschwert, ich hätte heute einen Hund in die Donau geworfen, dem sei gesagt, der Köter hatte Menschenscheiße im Fell, bis tief hinein ins Faltohr.</description>
    <dc:creator>MoniqueChantalHuber</dc:creator>
    <dc:subject>von königspudeln und anderen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 MoniqueChantalHuber</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-02T19:16:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://geleeroyale.twoday.net/stories/5728262/">
    <title>die schöne und das biest</title>
    <link>http://geleeroyale.twoday.net/stories/5728262/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;253&quot; alt=&quot;sleeping-beauties&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/geleeroyale/images/sleeping-beauties.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>MoniqueChantalHuber</dc:creator>
    <dc:subject>von königspudeln und anderen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 MoniqueChantalHuber</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-28T22:38:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://geleeroyale.twoday.net/stories/5569822/">
    <title>ein hund kam in die küche</title>
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    <description>raucherkammerlproductions präsentieren das tierfilmdebut &quot;betty at work&quot;.&lt;br /&gt;
starring: mörderbärbel und die dicke köchin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object style=&quot;width:470px;height:406px;&quot; width=&quot;470&quot; height=&quot;406&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; data=&quot;http://www.myvideo.at/movie/5598070&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.myvideo.at/movie/5598070&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;AllowFullscreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;AllowScriptAccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&#39;http://www.myvideo.at/movie/5598070&#39; width=&#39;470&#39; height=&#39;406&#39;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.myvideo.at/watch/5598070&quot; title=&quot;betty at work - MyVideo Österreich&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
kamera, schnitt: monique chantal huber&lt;br /&gt;
musik: einstürzende neubauten &quot;arbeit&quot;</description>
    <dc:creator>MoniqueChantalHuber</dc:creator>
    <dc:subject>von königspudeln und anderen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 MoniqueChantalHuber</dc:rights>
    <dc:date>2009-03-09T13:45:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://geleeroyale.twoday.net/stories/5536382/">
    <title>so kam der mensch auf den hund teil II</title>
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    <description>Zum besseren Verständnis in welch misslicher Lage ich mich befinde, seit ich hauptberufliche Hundeanimateurin bin, folgt nun erstmal ein Exkurs über die dicke Berta. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich heißt die dicke Berta ja Betty, aber sie scheint diesbezüglich sehr flexibel und hört auch auf Beddüüüü, Mörderbärbel oder Schlitzaugenstinktier, vermutlich würde sie sogar auf Horst oder gar Autobahn reagieren, Hauptsache Aufmerksamkeit  was die dicke Berta betrifft, gilt ein Grundsatz ganz besonders : Schau niemals einem Hund direkt in die Augen! - der könnte das nämlich als Interessensbekundung interpretieren und die erhoffte Zuwendung sozusagen augenblicklich und vorauseilend mit einer halb gesprungenen, halb gerempelten Liebesattacke beantworten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwähnte ich es bereits? - die Berta ist ein mannstolles Luder! (Von mir hat sie das definitiv nicht!).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All meine emanzipatorischen Ermahnungen haben nicht gefruchtet  kurzfristig glaubte ich, sie hätte was dazugelernt, als sie in einer pubertären Phase all ihre Zerstörungsenergie auschließlich auf Bh`s und Handtaschen lenkte, aber nein, die Töle legt sich noch immer vor ihren auserwählten Menschenmännern auf den Rücken, reckt alle Viere von sich und grunzt erwartungsfroh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat bei ihrer Wahl allerdings nie sonderlich viel Geschmack bewiesen (anfangs dachte ich noch, wie praktisch, ich könnt sie auf meinen favorisierten Typus Mann ansetzen, aber die dumme dicke Berta schmeisst sich bevorzugt vor Müllmännern und Tattergreisen auf den Boden.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gutes jedoch hat des Fräuleins peinliches Betragen, sobald es Testosteron schnuppert: der Herr Teilzeitgefährte (meine Wahl, die Berta hätt´wahrscheinlich den Postboten genommen), der fand die Berta anfangs unheimlich unheimlich, doch als er sie zum ersten Mal wohlig grunzen hörte, da war`s um ihn geschehen - Allem Anschein nach lösen Weibchen, die sich röchelnd am Boden wälzen, im männlichen Gehirn sowas wie Besitzerstolz aus. Auf diesen Punkt möchte ich jedoch nicht weiter eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dicke Berta ist von rustikalem Gemüt, böse Zungen behaupten, wär sie ein Mensch, dann mehr Prolet. Ich habe schon früh versucht, dem entgegenzuwirken, doch sie hat sich stets geweigert, selbst bei grimmiger Kälte, den schwarzen Welpenrollkragenpullover zu tragen (mir schwebte vor Jean Paul Satre in roten Lettern draufsticken zu lassen, um uns von den Tut nix und SecurityEmblemen anderer Hundegeschirrträger abzugrenzen und den Randgruppenhund auch in studentischen Kreisen salonfähig zu machen, aber ich gestehe, zu dem Zeitpunkt befand ich mich grad in einer postpubertären existentialistischen Phase) und wirkt insgesamt nicht sehr intellektuell - sie hat in ihrem jungen Leben schon Heizkörper, Thermostate, Bettpfosten, Einbauschränke, Autositze, Hundeleinen, Verlängerungskabel, Pappkartons, Socken, Haarbürsten und Bettwäsche angeknabbert, jedoch kein einziges Buch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch hat sogar die dicke Berta ein kleinwenig Sinn für Feinsinn. Jedes Blümchen am Wegesrand versetzt sie in schiere Verzückung, Blumenläden sind für sie ein wahres Paradies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Berta ist in sogenannter Mampfhund und frisst alles, bevorzugt natürlich was so auf der Straße rumliegt. Allerdings ist mit der Berta nicht gut Kirschen essen, sie mag Äpfel lieber. Kinder hat sie - zur allgemeinen Verwunderung - noch keine gefressen, auch ich selbst bin noch immer im Besitz eines vollständig unversehrten Körpers, obwohl Besserwissende mir anderes prophezeit haben  ich vermute allerdings insgeheim, dass es sich bei ihrer Angewohnheit Menschen abzulecken, um eine Art der Vorverdauung handeln könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir im Klaren darüber, dass die Berta eine ständige Bedrohung für Leib und Leben darstellt, in ihr schlummert das Böse (ca. 15 Stunden täglich). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Methoden sind perfide. Ich entsinne mich eines Abends, an dem eine Giftgaswolke aus Hinterleib der Bestie fuhr und ein todbringender Fäulnisgestank durch die Räume waberte. Mit letzter Kraft konnte ich mich ans Fenster retten und überlebte den Anschlag relativ unbeschadet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen mit Straßendreckallergie und allen Lebensfreudephobikern ist der Umgang mit der dicken Berta eine reine Qual. In den vergangenen Monaten hat sie jedoch ihre Angriffststrategie verfeinert (bis vor einiger Zeit war nach einer direkten Begegnung mit Berta die Fortpflanzungsfähigkeit männlicher Menschenwesen nicht mehr unbedingt gewährleistet), und kämpft nunmehr mit den Waffen eines Weibchens  dem Schlitzaugencharmeblickund zeitweilig dem bereits angesprochenen Wohllüstig zu Boden werfen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist die Berta ein Bärenbeisser, ich habe gesehen was sie mit ihren Opfern anstellt  Knopfaugen abreissen, Eingeweide langsam aus dem Körper schälen, Pinguin war nach 2 Tagen ebenfalls kaputt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was hat meine Mutter geheult, als ich und die Berta zum ersten Mal zu Besuch kamen. Sie hatte ja sehr viel über diese Hunderasse gelesen, hauptsächlich in bestimmten Qualitätszeitungen, instinktiv hat sie gleich erkannt, aus diesem Welpen wird einmal ein Monster. Wie verschlagen und bösartig der über die Wiese hopst! Wie niederträchtig und brutal der schläft! Wie hinterhältig und gemein der mit dem Schwanz wedelt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muss mir heute eingestehen, sie hatte absolut recht  die Berta ist ein gefährlicher Hund, sie hat mich zu etwas gemacht, dass ich keinesfalls jemals werden wollte - zu einer Quietschefrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war nie ein Quietschtyp, ich hielt mich stimmlich nicht für geeignet zu quieken oder sonstige schrille Laute von mir zu geben, aber, was soll ich sagen - Ja, auch ich quieke! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Wortschatz hat sich drastisch reduziert, hauptsächlich auf Worte, die ich in den hundefreien Jahren niemals freiwillig in den Mund genommen hätte, ohne an meinem Verstand zu zweifeln. Die Fähigkeit komplexe Sätze zu bilden, ist mir vollständig abhanden gekommen. Meine Hauptsätze lauten nunmehr : Wo is die Bedddiiiiiiiiiiiii? und So is sie feeiiiiiiiiiiin!, beides gequiekt vertsteht sich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin auf dem Kommunikationsniveau eines Meerschweinchens angelangt und fühl mich erstaunlich gut dabei, denn die Bedddiiiiiiiiiiiiii, die hat das Gegurre gern, und freut sich die Bedddiiiiiiiiiiiiii, dann freut sich der Mensch.</description>
    <dc:creator>MoniqueChantalHuber</dc:creator>
    <dc:subject>von königspudeln und anderen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 MoniqueChantalHuber</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-25T15:06:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://geleeroyale.twoday.net/stories/5536369/">
    <title>so kam der mensch auf den hund teil I</title>
    <link>http://geleeroyale.twoday.net/stories/5536369/</link>
    <description>Alles Leugnen und Verdrängen hat ja doch keinen Sinn.&lt;br /&gt;
Sie befinden sich hier auf einem Hundehalterweblog. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als hundefreundliche Existenz liegt es in meiner Natur, mein Umfeld mit Geschichten von den lieben Kleinen zu beglücken und selbst von tierischen Ausscheidungsprozessen mit einem Höchstmaß an euphorischem Besitzerstolz zu berichten...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Heimweg von der Münzwäscherei - rechts einen Sack mit Hundedecken um die Schulter gezurrt, der Arm blutleer und halb abgestorben, am Rücken den Armeerucksack mit noch mehr Hundedecken, links die beiden Hundsviecher, mal Baum anvisierend, mal halb unter parkenden Autos verschwunden, da mein ansonsten so geschultes Auge die Essenreste am Parkplatz übersehen hatte  war ich doch gerade höchst konzentriert damit beschäftigt, die Wäschemassen zwischen Hausmauer und geparktem Lieferwagen vorbeizumanövrieren, ohne dabei stecken zu bleiben oder vom Gewicht der nassen Decken zu Boden gerissen zu werden und dann käfergleich hilflos am Rücken zu strampeln, während mir womöglich die Hundetiere verblüfft ihre triefenden Nasen ins Gesicht hielten, ja, also auf diesem beschwerlichen Heimweg, da beschloss ich, es sei an der Zeit, die Welt an meinem Schicksal teilhaben zu lassen und von Freud und Leid einer alleinerziehenden Zweihundhalterin zu berichten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Lebensgefährtin zog bereits am dritten Tag nach unserem Kennenlernen bei mir ein, ich hatte mich vorher nie so fix an jemanden gebunden und war mir nicht immer sicher, ob ich all der Verantwortung, die eine solche Beziehung mit sich bringt, überhaupt gewachsen bin. Wir hätten unterschiedlicher nicht sein können, ich Ende zwanzig und sie 11 Wochen, ich ein unsteter Griesgram und sie ein hyperaktives Kleinkind, aber wir haben uns zusammengerauft und mögen uns mittlerweile noch mehr als damals vor rund eineinhalb Jahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hielt Hundehalter noch nie für ganz dicht, und wenn ich so darüber nachdenke, wie ich mich verändert habe, seit die dicke Berta mich durch die Gegend schleift, dann wird mir klar  ich hatte vollkommen recht  total irre diese Hundeleute!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste niederschmetternde Erkenntnis im Umgang mit der neuen Hausgenossin  ich hab nicht mal halb soviel Ahnung von Hunden, wie ich eigentlich immer dachte. Doch die dicke Berta erwies sich als sehr resistent in Bezug auf Anfängerfehler (oder Erziehung im Allgemeinen, die Frage ist bis heute noch nicht restlos geklärt) und ich war willens mich weiter zu entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkenntnis Nummer zwei: Glaube nie, du seist gegen Kindchenschema und Mutterinstinkte gefeit!&lt;br /&gt;
Ein zufrieden grunzendes Hundebaby, selig an der Ersatzmutterbrust schlummernd, löst einen Endorphinschub aus, der vermutlich den Rest des Lebens anhält  sogar bei Menschen, die glauben, sie besäßen überhaupt keine Glückshormone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seither werf ich also im metaphorischen Sandkasten mit Schaufeln nach allen, die meinen Hund beleidigen, prügel mich am sinnbildlichen Hundezonenschulhof mit anderen Müttern, weil ich mein Baby ungerecht behandelt wähne und überhaupt ist ja die dicke Berta das tollste, schönste und klügste Hundewesen überhaupt, damit das mal klar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wann genau in mir der Wunsch nach Vermehrung aufkeimte, weiß ich gar nicht mehr, aber eines Tages, da wusst ich ganz genau, ich möchte noch einen weiteren Schmutzfinken um mich. Und als die Berta beinah auspubertiert war, da überkam mich der Zweithundewunsch ganz vehement, aber nochmal ein Kleinstlebewesen stuben- und straßenrein erziehen (auch wenn ich zu Glanzzeiten Hundegackerlsackerl binnen 5,2 Sekunden einhändig, auf der Rolltreppe fahrend, entfalten, praktisch gleichzeitig Hundeabfallproduke hygienisch einwandfrei paketieren und dabei das Tier noch krallenschonend gleichwie elegant über die letzte Stufe schubsen konnte) und an die Welt heranführen, dafür hätten meine nervliche Belastbarkeit nicht ausgereicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...</description>
    <dc:creator>MoniqueChantalHuber</dc:creator>
    <dc:subject>von königspudeln und anderen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 MoniqueChantalHuber</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-23T16:33:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://geleeroyale.twoday.net/stories/5517389/">
    <title>hausmütterchenbloggen</title>
    <link>http://geleeroyale.twoday.net/stories/5517389/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;hunde3&quot; width=&quot;374&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/geleeroyale/images/hunde3.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;herr pferd, mörderbärbel &lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es wird nicht mehr lange dauern!&lt;br /&gt;
ich sehe mich bereits makrameeknoten knüpfen und zierdeckchen sticken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dies hier verkommt zum weblog mit tierinhalt und haushaltstipps, wenn ich nicht verdammt aufpasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zwei wochen ohne die dreckigen köter. mein mütterlicher hormonaushalt ist völlig aus dem gleichgewicht. jeder sehnsüchtige gedanke an die schadnager wird begleitet von innbrünstigem ach und weh! des unheils deutlichster vorbote: den ansonsten sorgsam spartanisch nüchtern gehaltenen desktop verunziert ein hundehintergrundbild. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die vergluckung schreitet voran. dass ich unlängst höchstselbst und eigenhändig einen hundemantel nähte und mir, wenn das hantige handarbeitsfräulein aus dem verhassten weibchenheranbildenskursus davon wind bekäme, wohl späte rehabilitation zuteil werden würde, davon will ich lieber gar nicht erst berichten.</description>
    <dc:creator>MoniqueChantalHuber</dc:creator>
    <dc:subject>von königspudeln und anderen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 MoniqueChantalHuber</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-21T20:05:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://geleeroyale.twoday.net/stories/4454216/">
    <title>beamtenbeleidigung</title>
    <link>http://geleeroyale.twoday.net/stories/4454216/</link>
    <description>Da ist man ein wohlerzogenes Menschenwesen, adrett und höflich, will einen Beitrag zur Situationsentspannung leisten, weil das Hundebaby im Kampfanzug frohgelaunt einen Polizisten bespringt, dabei vergnügt an dessen Uniform kaut, und eh man sich`s versieht, entschlüpft einem: &lt;i&gt;&quot;Hund, du brauchst doch nicht zu jedem freundlich sein!&quot;&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>MoniqueChantalHuber</dc:creator>
    <dc:subject>von königspudeln und anderen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 MoniqueChantalHuber</dc:rights>
    <dc:date>2007-11-16T23:27:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://geleeroyale.twoday.net/stories/4359812/">
    <title>das muttertier in mir</title>
    <link>http://geleeroyale.twoday.net/stories/4359812/</link>
    <description>man befindet es also für höchst an der zeit, seine zuneigung nicht ausschließlich den materiellen dingen angedeihen zu lassen und ehe man sich`s versieht, wird aus dem tiefgekühlten, dreiwettertoughen chick eine öffentlich hätschelnde, tätschelnde, kinderlieder summende, spucke aufwischende glucke und diese virtuelle heimstatt bloß ein weiterer hort hemmungslosen tierbilderpostens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;betty&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/geleeroyale/images/betty.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unzählige male hat man bereits behauptet, man würde sich einen lahmen graupapagei zulegen, ihm ein holzbein schnitzen, dazu eine augenklappe schneidern, den &lt;i&gt;&quot;hans huckebein&quot;&lt;/i&gt; gerufenen dahingehend erziehen, dass er piratenlieder krächzt und bei auffüllung seines trinkfässchens &lt;i&gt;&quot;hey-ho und ne buddel voll rum&quot;&lt;/i&gt; fordert, doch man hat nur seine blühende phantasie für ernst erklärt, um der erstaunten blicke willen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in wirklichkeit war man schon immer ein hundemensch. sowohl vom naturell als auch den weggenössischen vorlieben her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;kurt&quot;&lt;/i&gt; wollte man nach ihm rufen, dem traumhund &lt;small&gt;(eine form der eigenbelustigung, die den alleinstehenden auch dazu veranlasst, seinen technischen vergnügungsbehelfen, dem laptop etwa, allen voran jedoch dem auto einen namen zu geben, nur um im beutelosen ausgehalltag erklären zu können, man würde vom hubert heimgebracht oder franz würde noch auf einen warten)&lt;/small&gt; - doch weil das leben viel zu selten ein wunschgedankengefärbtes malbuch ist, kommt`s natürlich stets ganz anders als so wunderbar ausgemalt und deshalb nennt man nun ein kleinstlebewesen sein eigen, das zuwenig nach der anfangs favorisierten &lt;i&gt;&quot;olga&quot;&lt;/i&gt; aussieht &lt;small&gt;(eine tatsache, die einen bei näherer überlegung vielleicht fragen läßt, weswegen der name eines z.b. menschenkindes festgelegt wird, bevor man das ding überhaupt zu gesicht bekam. da nennt man eines pränatal maximilian, yannik oder theobold, doch hernach entpuppt es sich als klassischer heinz-peter)&lt;/small&gt; und stattdessen noch kaum auf &lt;i&gt;&quot;betty pearl&quot;&lt;/i&gt; hört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;betty3&quot; width=&quot;330&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/geleeroyale/images/betty3.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>MoniqueChantalHuber</dc:creator>
    <dc:subject>von königspudeln und anderen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 MoniqueChantalHuber</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-17T21:49:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://geleeroyale.twoday.net/stories/4152047/">
    <title>vom leben und sterben auf dem lande - III</title>
    <link>http://geleeroyale.twoday.net/stories/4152047/</link>
    <description>Die ländliche Idylle, weidende Kühe und tobende Kälber, die gab es nicht. Nur der Josef und die Delphine, Fini gerufen, zwei Sonderlinge die ihre Wiesen und Äcker noch immer traditionell bewirtschafteten, hielten ihr Vieh an Sommertagen draußen. Man belächelte sie dafür. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zumindest kam niemand auf die Idee, die beiden wegen Tierquälerei anzuzeigen. Einem der Aussteiger aus dem Freundeskreis meiner Eltern, war genau das passiert. &lt;a href=&quot;http://www.permakultur.at/themen/tiere/schweine/Wollschwein_Mangalitza.html&quot;&gt;Mangalizaschweine &lt;/a&gt;und &lt;a href=&quot;http://www.permakultur.at/themen/tiere/schweine/Wollschwein_Mangalitza.html&quot;&gt;Waldviertler Blondvieh&lt;/a&gt;, bedrohte Nutztierrassen, züchtete der und lies die wolligen Säue und semmelfarbenen Rinder das ganze Jahr über auf der Weide. Selbst der Stier, der seinen Kuhharem bespringen durfte, wann immer ihm der Sinn danach stand oder besser gesagt, wenn den Kühen nach Begattung war, durfte ins Freie. Ein Skandal! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der herkömmliche &lt;a href=&quot;http://aeiou.iicm.tugraz.at/aeiou.encyclop.f/f496513.htm&quot;&gt;Fleckvieh&lt;/a&gt;stier dagegen fristete ein vergnügungsfreies Dasein, sein Lebenszweck bestand einzig darin, Unmengen zu fressen um ordentlich Fleisch anzusetzen, an seine Stallnachbarinnen durfte nur der Tierarzt heran. Mit Gummihandschuhen bewehrt, die bis zur Schulter reichten, injizierte der den brünstigen Kühen Hochleistungssperma, das zugekauft wurde, auch den Säuen  in Hitze, sofern am Hof gezüchtet, nicht nur schlachtreif aufgezogen wurde,  erging es ähnlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unweit unserer Ortschaft gab es einen F1-&lt;a href=&quot;http://www.heicam-pigs.de/index.htm&quot;&gt;Hybridsau&lt;/a&gt;envermehrungsbetrieb. In dem fensterlosen Betonkasten, vor dem man Sonntags einen Bauernmarkt abhielt, lagen riesige, fette Mutterschweine in Metallgestellen eingekeilt, damit sie ihre neugeborenen Ferkel nicht erdrückten oder auffraßen. Frustrationskanibalismus war die häufigste psychische Störung bei diesen Tieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rind in Anbindehaltung entwickelte stattdessen die Tendenz, bei chronischer Langeweile den unmittelbaren Standnachbarn wundzulecken oder an der v-förmigen Aussparung, durch die es Hals und Kopf in den Futtertrog, der sich über die gesamte Länge des Stalles hinzog, stecken konnte, zu nuckeln. Meistens aber war es damit beschäftigt zu fressen, im Frühjahr und Sommer, wenn die Mahd noch unbekömmlich war, landete Schnittgras, Silage und Kraftfutter aus dem Lagerhaus, woher man auch sämtliches Saatgut bezog, im Trog. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Große Gehöfte hatten oft einen oder zwei Silotürme neben dem Misthaufen stehen. Darin vollzog sich die Milchsäuregärung, die bewirkte, dass das Rauhfutter säuerlich roch, süß schmeckte und auch im Winter noch mehr Vitamine enthielt als Heu. Jedes Jahr hörte man davon, dass wieder ein unvorsichtiger Bauer beim Beschicken oder ein Kind beim Versteckspiel ums Leben gekommen war, drinnen in den Türmen, wo sich Gärgase sammelten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Hofübergabe an die nächste Generation wurden der grüne Steyrer -Traktor, das  rostige Balkenmähwerk, der schartige Pflug durch vollautomatische Erntemaschinen ersetzt und die Silotürme blieben vielerorts leer. Frischgemähtes Gras in Folie zu verpacken war der ungefährlichere Weg der Bevorratung. Die Rundballen waren stapelbar, verblieben meist direkt auf der Wiese und lieferten jeweils ein Tages- oder Wochenration Grünfutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuneinhalb Monate nach der künstlichen Besamung war im Kuhstall Kälberziehen angesagt. Manchmal kam es zwar vor, dass eine trächtige Kuh ihren Nachwuchs ganz unerwartet und selbstständig zur Welt brachte, doch man versuchte stets der Geburt beizuwohnen, zum einen, weil ein Tier dessen lebenslanger Bewegungsradius zwei Schritte vorwärts, rückwärts, seitwärts betrug, zu Steißgeburten und anderen Komplikationen neigte, zum anderen wollte man eine Bindung zwischen Mutter und Kind erst gar nicht stattfinden lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum war das Kalb an Stricken, die um die Fesseln geschlungen wurden, sobald die noch weichen Klauen aus dem Mutterleib ragten, aus der Kuh gezerrt worden, bei schweren Geburten hing oftmals die gesamte Bauersfamilie in den Riemen, wurde es mit Stroh trockengerieben und in sicherer Entfernung zur Mutterkuh in eine Schweinebucht gesperrt oder an die Wand gekettet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstgebärende, Färsen genannt, schien der Verlust des Kalbes sehr zu schmerzen, die erfahrene Milchkuh dagegen war diesen Vorgang wohl gewohnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wann immer eine Geburt anstand, war ich nicht mehr aus der Nachbarn Stallungen wegzubekommen. Stunden- und tagelang starrte ich auf Kuhhinterteile und brannte darauf das Neugeborene zu begrüßen und zu füttern. Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob Biestmilch, die antikörperreiche Milch, die nur in den ersten Stunden nach der Entbindung gebildet wird, abgemolken wurde oder gleich zu Beginn Kälberstarter, ein Milchersatz zum Anrühren, verfüttert wurde. Jedenfalls durfte ich den Eimer, an dem ein fingerdicker Gummisauger montiert war, halten, wenn die Kälber ihre ersten Schlucke taten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfangs dachten sie ich sei ihre Mutter, weil ich ihr lockiges, feuchtes, klebriges Fell abtrocknete. Einmal hab ich auch in der Box übernachtet, an einen Babystier gekuschelt, der mir nicht mehr von der Seite wich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Kuh musste Milch für den menschlichen Bedarf produzieren und einmal pro Jahr kalben. Je nach geschäftlicher Ausrichtung des bäuerlichen Betriebs dauerte ein Kuhleben fünf bis acht Jahre, danach kam das Rind in die Suppe. Stieren war eine weitaus kürzere Lebensspanne beschert, wie wurden entweder bereits als Kalb geschlachtet oder übers Jahr hinweg gemästet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor es EU-Richtlinien gab, schlachtete man direkt am Hof. Kleinvieh tötete man eigenhändig, ansonsten wurde ein Fleischhauer hinzubestellt. Der Fröschl Hans war so einer. Tagsüber arbeitete er in einem großen Fleischereibetrieb und abends bewirtschaftete er die Felder. Hehberger war der Hofname, doch der Hans hatte eingeheiratet. Bei ihm und Cäcilie, seiner Frau, die man Zilli rief, saß ich die meiste Zeit im Stall herum, betrachtete Geburt und Tod mit einem unstillbaren Forschungsdrang. Kinder hatte man eigentlich nicht gern dabei im Moment, in dem der Bolzenschuß fiel oder ein scharfes Beil einen Kopf abtrennte, mich ließ man bleiben, weil ich Tierärztin werden wollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hühner und Truthähne wurden in ein trichterförmiges Holzgestell gesteckt, so dass unten nur ihr Kopf herausragte, der mit einem gezielten Hieb oder Schnitt durchtrennt wurde. Schauergeschichten von kopflosen Hennen, die man nicht kräftig genug festgehalten hatte und die noch bis über die Scheune flatterten, bevor sie tot vom Himmel fielen, erzählte man sich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar hieß es Sauabstechen, doch dem schweinischen Todeskandidaten, den man in einen Nebenraum oder auf den Hof hinaus trieb, wurde der Bolzenschussapparat an den Schädel gesetzt. Nicht immer trat der Tod sofort ein. Die angeschossene Sau schrie und zappelte oft noch minutenlang, dabei geriet der ganze Stall in helle Aufregung, weil die gellenden Schreie des schwer verwundeten Tieres über den gesamten Hof hallten. Manchmal war es erst der Kehlenschnitt, der das arme Schwein zum Verstummen brachte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hernach kam der Kadaver in einen Bottich voll heißem Wasser. Mit Ketten wurde das Tier hin und her gewuchtet und dabei die Borsten von der Schwarte, die ich ihm zu Lebzeiten so gern gekrault hatte, geschrubbt. Schließlich hängte man das Tier an den freigelegten Sehnen der Hinterläufe aufs Heustadltor und fing an, es zu zerlegen. Erst ab diesem Zeitpunkt wich mein Entsetzen. Die leblosen Schweinehälften hatten nichts mehr gemein mit der Sau, die ich so mochte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kühe wurden nicht vor den Augen von Kindern getötet, auch für mich gab es keine Ausnahme. Meine Erfahrungen mit Schweinen lassen mich ansatzweise vermuten weshalb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schafe, die meine Eltern hielten, sollte niemals ein ähnliches Schicksal ereilen, zumindest war es so angedacht. Doch vermehrten sie sich prächtig und irgendwann, als sich die Überpopulation nicht mehr lebend veräußern lies, kam der Fröschl Hans auch zu uns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Vater, ansich kein Mann großer Gefühle, war selbst den Tränen nahe, als er einen jungen Bock auswählte, ihn mit einer handvoll Gerste anlockte, zum letzten Mal streichelte und dann an den Läufen packte, um das Tier einmal um die eigene Achse zu drehen. Diese Bewegung setzt nämlich den Gleichgewichtssin eines fast jeden Säugetieres außer Gefecht. Nach einer solchen Rotation lassen sich Schafe mühelos, mit verwirrtem Blick und ohne Gegenwehr im Kofferraum des Familienautos transportieren oder eben zur Schlachtbank tragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Falle war es der Apfelbaum, an den der junge Bock gebunden wurde. Ein rascher Schnitt, die Hauptschlagader durchttrennend und es war vorbei. Unser erstes &lt;a href=&quot;http://www.schafhalter-vb.de/kamerun.htm&quot;&gt;Kamerunschaf&lt;/a&gt; verblutete friedlich im Garten &lt;i&gt;(In dem Zusammenhang fällt mir wieder ein, man mag den Vergleich geschmacklos finden, wie ein guter Freund, der sich in einer depressiven Phase die Pulsadern geöffnet hatte und knapp überlebte, hinterher erzählte, er sei mit jedem Herzschlag, der Blut aus seinen Arterien pumpte, ruhiger und ruhiger geworden.)&lt;/i&gt;. Ich hatte gedacht, ich müsste weinen, aber die Szenerie war frei von Brutalität und Hast, war mehr eine feierliche Zeremonie. Bald wich alles Leben aus den goldfarbenen Augen des Schafbockes. Danach war er er nur mehr ein Stück Fleisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile haben viele unserer Tiere auf diese Art den Tod gefunden, erst waren es Türken, die unsere Lämmer kauften und noch vor Ort schächteten, schließlich wich auch unsere Scheu die eigenen Tiere aufzuessen. &lt;br /&gt;
Entgegen anderslautender Meinungen, bin ich der Ansicht, eine korrekt durchgeführte Schächtung ist der angenehmste Tod, der einem Schlachttier widerfahren kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;wird wahrscheinlich fortgesetzt&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://geleeroyale.twoday.net/stories/4096725/&quot;&gt;erster Teil&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://geleeroyale.twoday.net/stories/4099864/&quot;&gt;zweiter Teil&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>MoniqueChantalHuber</dc:creator>
    <dc:subject>von königspudeln und anderen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 MoniqueChantalHuber</dc:rights>
    <dc:date>2007-08-09T23:37:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://geleeroyale.twoday.net/stories/4099864/">
    <title>vom leben und sterben auf dem lande - II</title>
    <link>http://geleeroyale.twoday.net/stories/4099864/</link>
    <description>Als erstes Tier hielt eine Katze Einzug im Hedwig-Häusl. Die Frau Sigl, Jahrgang 1908, hatte sie noch gekannt, die alte Hedwig, die Frau, die zuallererst das Grundstück bewohnte, als es unser Haus noch nicht gab, sondern nur eine Hütte. &lt;br /&gt;
Die Gehöfte trugen alle Namen, Nummern dienten vielleicht der Post als Orientierung, doch der Hofname gab Auskunft über die Besitzverhältnisse und spiegelte ganze Familiengeschichten wider.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;(Bemerkenswert ist in dem Zusammenhang wohl auch, dass ich als uneheliches Kind - eine Schande, auch noch in den Achtzigern, die dem strengkatholischen Umfeld dadurch verborgen blieb, weil mein Stiefvater den Namen meiner Mutter annahm - als Einzige verwandtschaftlich in der Gegend wurzle, stellte sich doch heraus, dass meine Urgroßmutter väterlicherseits nur wenige Kilometer von meiner neuen Heimat entfernt, sich als Magd verdingt hatte und meine Großmutter ein Spross dieser Scholle und außereheliche Tochter des Knechts war. Eine Schmach, über die sie übrigens nie hinweg kam.)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedenfalls, die Mona Lisa war der erste Schritt zur Vielviecherei. Andere Hofkatzen genossen beiweitem nicht die Privilegien, die ihr zuteil wurden. Die typische Bauerskatze war mager und ausgezehrt, das Fell struppig und ohne Glanz, die Augen entzündet, die Ohren von zahlreichen Revierkämpfen zerfleddert. Halbwilde Tiere waren das, scheu und agressiv oder schlichtweg dumm.&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;(Man sagt den Menschen vom Land, vorallem denen aus Gebirgsdörfern, ja einen überdurchschnittlich hohen, soziogeografisch bedingten, Verschwägerundverbrüderungsgrad  nach, wenn schon, dann gilt das sicherlich auch für Tiere. So politisch unkorrekt es auch sein mag, ich bin der Überzeugung, ein Gutteil der Hofkatzen im Tal war inzestuös und geistig behindert.)&lt;/i&gt; Unsere hingegen war eine strahlende Diva. Als Mäusefängerin war sie hoch begnadet, ihre Nachkommen, sofern nicht zu nah verwandt, genießen heute noch den Ruf, besonders mordlustig zu sein, dennoch wurde sie aus der Dose zugefüttert. Ein absolutes Novum in einer Welt, in der Katzen nichts zählten und ihre Reproduktionsrate der von Mäusen glich. Wann immer es zuviele Kätzchen gab, im Frühjahr und im Herbst, dann rief man die Frau Sigl. Die war eine Engelmacherin für Felidae. Nicht ertränkt oder erschlagen hat sie die Kleinen, sondern ihnen am Hackstock den Kopf abgehackt. Ein grausiges Schauspiel, an dem sie keinesfalls jemanden teilhaben lies, einzig ein paar samtige Härchen klebten hinterher noch am Holz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch war mir die Frau Sigl die Liebste von allen Nachbarinnen. Nicht zuletzt natürlich auch, weil ich bei ihr den ganzen Tag fernsehen durfte, ihr Gerät empfing neben ORF1 sogar ORF2. Auf diese Weise kam ich in den Genuss von zahlreichen Heimatfilmen. Von Hans Moser bis Peter Alexander, der Geier Wally und dem Mariandl hab ich sie alle gesehen und ergänzend auch zahlreiche Folgen des Seniorenclubs. Dazu aßen wir Kekse, die selbst frisch aus der Packung alt schmeckten und tranken Caro-Malzkaffee oder den von Linde, pure Instant-Kindheit ist das heute für mich, der Geruch versetzt mich augenblicklich zurück in eine Zeit als ich wohl sieben oder acht war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So alt muss ich etwa gewesen sein, als die ersten größeren Tiere hinzukamen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die paar Joch Grund, die meine Eltern besaßen, zwei sumpfige Streifen Wiese, den großen Gemüsegarten, ein wenig Wald, in dem im Frühling Maiglöckchen, im Sommer Walderdbeeren, im Herbst dann tellergroße Parasole wuchsen, dazu noch einen sonnenbeschienenen Abhang, auf dem wilde Kräuter wucherten, sich Blindschleichen und Kreuzottern tummelten und Rehe ästen, nachdem sie alle jungen Knospen  von den Bäumen gefressen hatten, bedurften der Pflege. Wiesen müssen gemäht werden. Zwar hatte mein Vater gelernt, die Sense zu schwingen und zu dengeln, doch blieb stets die Frage: wohin mit dem Heu? Erst hatte er ein Abkommen geschlossen, mit einem der Nachbarn  unser Heu für die Entsorgung der Senkgrube, ein Kanalisationsnetz in dem Sinne gab es nicht, jeder entsorgte den Inhalt der Odel- &lt;i&gt;(ein Wort, dessen Aussprache eine bedenkliche klangliche Ähnlichkeit zum Wort Adel hat, ich vermute, ohne etymologische Prüfung, ganz frei assoziert, eine gewisse Absicht dahinter) &lt;/i&gt; oder Jauchegrube direkt auf Feld und Wiese oder in den nächsten Bach. Manche Höfe und Häuser, so auch unseres, verfügten allerdings über ein sumpfpflanzenüberwuchertes Rinnsal, eine Art biologische Kläranlage, die Abwässer filterte. Das Grundstück jedoch war mit Maschinen schwer zu bewirtschaften und der Aufwand stand nicht für den kargen Ertrag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele unserer Bekannten, Nebenerwerbskünstler und Neobauern, hatten sich Milchschafe oder Ziegen zugelegt. Beides kam für meine Eltern nicht in Frage. Zu aufwendig war deren Haltung, besonders Ziegen haben das Talent zur Nervensäge. Ausserdem, was hätten wir mit Milch und Fleisch angefangen? Wir Kinder weigerten uns unpasteurisierte Milch zu trinken, ein Tick der mir bis heute geblieben ist. Ein Tier, das wir beim Namen kannten, hätten wir wissentlich niemals verspeist. So also fiel die Entscheidung auf Kamerunschafe als Landschaftsgärtner mit Option auf Tod durch Altersschwäche. Eine kleinwüchsige, afrikanische Schafrasse, optisch ein Hybrid aus Zwergziege und Mufflon, mit kurzem Deckhaar und recht anspruchslos in der Haltung. Ramses und Rocko hießen die beiden Böcke, die von nun an, durch einen Maschendrahtzaun getrennt, neben den frechen Rehgeißen grasten. Ein seltenes Bild, denn Weidehaltung war ein romantisches, aber damals de facto kaum mehr praktiziertes bäuerliches Ideal. Alles was größer war als eine Katze, wurde normalerweise weggesperrt und kam an die Kette. Vom Haushund bis zur Kuh. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hühner und Kinder bildeten die Ausnahme. Zwar ging das Gerücht, ein Nachbarspaar, allein schon aufgrund der Tatsache suspekt, dass eine Katholikin einen Zeugen Jehovas geheiratet hatte, hätte seinen Nachwuchs vor zwanzig Jahren noch in ein großes Eichenfass gesperrt, wenn die Feldarbeit anstand und den legendären Mohnzutz, die beruhigende Mohnkapsel als Schnullerersatz, den kannten wohl einige noch aus eigener Erfahrung, dennoch war das Landvolk tendenziell  kinderfreundlich &lt;i&gt;(das Verhältnis zu Hühnern war mehr geschäftlich)&lt;/i&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Produktion des Nachwuchses allerdings war mit einem Tabu belegt. Ausgerechnet die Menschen, die tagtäglich mit den Kreisläufen der Natur, mit Geburt und Tod zu tun hatten, scheuten dies Thema wie der Teufel das Weihwasser. Mein jüngster Bruder war die erste Hausgeburt, die diese Region seit Jahren erlebt hatte. Zwar standen schwangere Bäuerinnen auf dem Feld oder saßen am Traktor bis ihnen die Fruchtblase platzte, doch geboren wurde in der Stadt. Für viele Frauen war das die einzige Gelegenheit einmal über die Grundstücksgrenze hinauszukommen. Den Kindern daheim wurde erzählt, die Mama sei mal eben einkaufen oder schwer krank. Was glauben sie, wie die Nachbarskinder dreinschauten als ich, die ich mit alternativen Schwangerschaftsratgebern lesen lernte, die Aufklärungsarbeit übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;wird fortgesetzt &lt;/small&gt;</description>
    <dc:creator>MoniqueChantalHuber</dc:creator>
    <dc:subject>von königspudeln und anderen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 MoniqueChantalHuber</dc:rights>
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    <title>vom leben und sterben auf dem lande - I</title>
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    <description>&lt;i&gt;Das Leben auf dem Lande von &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/John_Seymour&quot;&gt;John Seymour &lt;/a&gt;war die klassische Lektüre für alle Auswanderer und Aussteiger, hinzu kam noch das eine oder andere Buch über antiautoritäre Kindererziehung und Käseproduktion. Schafbauern wurden die meisten, die dem kapitalistischen System entfliehen wollten und sich für ihren Traum vom eigenen Stückchen Land in die Verschuldung begaben. Selbstversorger wollten sie sein, so auch meine Eltern. Deren Blick verklärt sich heute noch, wenn sie von Gemüse sprechen und neue, alte Sämlinge bei der &lt;a href=&quot;http://www.arche-noah.at/etomite/&quot;&gt;Arche Noah&lt;/a&gt; bestellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vollerwerbsbauern wurden die Wenigsten. Vielleicht liegt ihr Verdienst darin, dass sie sich ihren Idealismus behielten, wohingegen die Bauern von Geburt an, die das experimentierfreudige Hippiepack, die &quot;Langzoderten&quot;, kritisch beäugten, dem Diktat des Marktes folgten, reichlich chemischen Dünger einsetzten und Massentierhaltung zum Standard erhoben.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war Mitte der 80er, als meine Eltern aufs Land zogen, drei kleine Kinder im Schlepptau. Was gab das für ein Aufsehen im Ort. Nur ein schmaler Weg, mehr Trampelpfad, festgestampfte Erde und ein grasbewachsener Mittelstreifen, führte zu uns in den Wald. Der Pfarrer war eine Weile Stammgast in unserer Küche, stets besorgt um unser Seelenheil, denn wir waren allesamt entweder der Kirche ausgetreten oder gleich gar nicht getauft. Auch die Gendarmerie kam anfangs regelmäßig ganz zufällig bei uns im Tal vorbei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Leuten ringsum waren die jungen Städter suspekt. Keine Ahnung von irgendwas hatten die. Noch nie im Leben eine Kuh gemolken, einen Traktor gefahren, einen Baum gefällt oder ein Tier geschlachtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;marxen&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/geleeroyale/images/marxen.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste, die uns akzeptierte, war - soweit ich mich erinnern kann - die Frau Sigl, die in unserem Haus nach dem Rechten geshen hatte, als es noch leerstand. Ein altes, krummes Weib, das stets Kopftuch trug und wollene Westen. Die Haut runzlig und vergilbt, der Rücken bucklig von der vielen Arbeit. Sie lebte alleine in ihrem kleinen Häuschen, hackte ihr Holz für den Winter noch selbst. Uns Kindern erschien sie wie eine Märchenhexe. Ich mochte sie sofort. Gemeinsam streiften wir durch die Wälder, pflückten Heidelbeeren und Eierschwammerl oder sammelten Baumharz, das sie über ihrem holzbefeuerten, emailernen Tischherd zusammen mit frischem Schweineschmalz zu einer Schmier schmolz, die als Wundsalbe aufgetragen wahre Wunder wirkte. Katzenfett habe man früher verwendet, erzählte sie und dass sie selber mal ein Katergulasch gegessen hätte, aber heutztage, heutzutage mache man das nicht mehr. Ich war fasziniert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch mehr allerdings faszinierte mich die Abwesenheit jeglicher sanitärer Einrichtungen. Die Frau Sigl, die nur eine spartanische Küche besaß und einen nagelneuen Kühlschrank, den ihre Tochter ihr gekauft hatte, ein kleines Wohnzimmer, dessen Mittelpunkt der Farbfernseher war und die Vitrine, in der sie allerhand kitschigen Krempel, Ziertassen aus billigem chinesischen Porzellan, gläserne Hunde und bunte Plastikblumen aufbewahrte, sowie das Schlafzimmer, auf das sie mich niemals auch nur einen Blick erhaschen lies, in dem sie Süßigkeiten lagerte, die sie mir bei jedem Besuch zusteckte, die hatte kein Badezimmer. Sie wusch sich mit kaltem Wasser aus der Abwasch und ihre Notdurften, die verrichtete sie draußen, in der winzigen Hütte, die vor dem angebauten Scheunentrakt stand, in dem sie früher Ziegen gehalten hatte. Plumpsklo nannte man das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überhaupt hatte kaum jemand aus unserer direkten Nachbarschaft ein Klosett mit Wasserspülung. Bei allen stand im Hof, neben dem Kuhstall, dieser diskrete Holzverschlag. Nur wir hatten gleich zwei normale Toiletten, unser Haus hätte aber auch mal ein Ausflugsgasthaus werden sollen, wenn dem Vorbesitzer nicht Ende der Fünfziger Geld und Motivation abhanden gekommen wäre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wir noch nicht hatten, waren Tiere. Da die Jungbauern, die nächste Generation, mit der der Fortschritt, die modernen Traktoren, Vollspaltenboden und Kälberstarter Einzug hielten, den Hof noch nicht übernommen hatten, sah man anderswo bisweilen noch Kühe draußen grasen und Hühner auf dem Misthaufen scharren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;fortsetzung folgt &lt;/small&gt;</description>
    <dc:creator>MoniqueChantalHuber</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 MoniqueChantalHuber</dc:rights>
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